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Alt 10.01.2019, 22:16   #11
Dodoma
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Hallo Willi u. Mitleser,


Zitat:
wir selbst heizen seit 1997 nur mit Erdgas-Brennwertgerät.
Mit dem Erdgas-Brennwertgerät hast du ja schon Pflegestufe I erreicht.
Ich mühe mich noch gerne mit meinem Holzofen ab.
Die Anschaffung sollte mir Unabhängigkeit von 'Putin's Gnaden' gewährleisten.

Die Notwendigkeit ein Regelwerk zu finden, eine Erderwärmung zu verhindern, dürfte eingängig sein.

Für den Holzbrand wurde (ganz von oben) geworben, weil er Klima neutral sei.
Bei unsachgemäßer Bedienung stellt er eine Belastung für das Umfeld dar.
Es scheint das Wissen verloren gegangen zu sein, wie man mit Holz heizt
eine Grundvoraussetzung für den Betrieb. Das Wissen lässt sich aber nicht mit einer Verordnung erzwingen.

Ich stoße mich daran, dass der Gesetzgeber einen zu Investitionen verleitet,
die Jahre später sanktioniert werden. Holzöfen sind nur ein Beispiel.
Da werden Hausfassaden mit Dämmmaterialien verpackt, die später aufwändig entsorgt werden müssen. An Nistplatzverluste muss ich hier nicht erinnern.

Wir sind ja noch nicht lange im neuen Jahr. An Silvester war die Feinstaubbelastung so hoch, wie der gesamte Autoverkehr in 2 Monaten (vom Jahr) verursacht. Hier sollte auch mal regulierend eingegriffen werden!

Grüße Martin
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Alt 25.01.2019, 12:22   #12
Dodoma
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Feinstaubbelastung

In die Diskussion scheint ja wieder Bewegung zu kommen, seid sich eine Hundertschaft von Lungenspezialisten kritisch zu den Messwerten und den daraus gezogenen Schlüssen geäußert hat.

Von den Belastungen in unserer Ländernachbarschaft hört man sehr wenig.
Da werden Messungen hinter den Häuserfronten gemacht und nicht unmittelbar an der Straße.

Mit der Umsetzung der EU Vorgaben wird es hier sehr genau genommen mit gravierenden Folgen für die Pendler die in die Innenstädte mit ihren alten Dieselvehikeln müssen,

Gruß Martin
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Alt 25.01.2019, 13:10   #13
Alfred
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Martin, das Verrückte an der Sache ist ja daß ein Diesel mit Schadstoffklasse 4 weniger Feinstaub raus haut als einer mit 6.
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Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite
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Alt 25.01.2019, 18:39   #14
Dodoma
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Hallo Alfred, Mitleser

Zitat:
Martin, das Verrückte an der Sache ist ja daß ein Diesel mit Schadstoffklasse 4 weniger Feinstaub raus haut als einer mit 6.
auch solche Info's tragen zur allgemeinen Verunsicherung bei.

Was wird hier für ein Theater gespielt?

Die Umweltministerin von RLP (von den Grünen) plädiert weiterhin für den Holzbrand weil er klimaneutral sei und Arbeitsplätze sichere.

Eine warme Stube setze ich gleich mit Komfort. Die Mühe die mit der Brennholzbereitstellung verbunden ist, habe ich gerne in Kauf genommen und dabei ein gutes Gewissen gehabt.
Ich wollte eine autarke Feuerstelle (ohne elektronische Abbrandsteuerung) und denke auch den Gebrauch zu beherrschen (was der Schornsteinfeger mir bescheinigt).

Die Diskussionen im Land verunsichern und man muss sich nicht wundern, wenn die Ernsthaftigkeit in Zweifel gezogen wird.

Gruß Martin
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Alt 26.01.2019, 09:38   #15
Alfred
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Der Feinstaub bei den Dieseln ist eigentlich gewollt.
Erklärung: Das sind ja alles Direkteinspritzer, inzwischen auch etliche Benziner. Heißt, Frischluft und Sprit kommen unabhängig voneinander in den Brennraum, der Sprit duch die Düse. Da jedoch eine Düse, breitstrahl so weit als möglich, nicht im 180°-Winkel vernebeln kann gibt es im Brennraum stellen wo das Gemisch zu fett ist und andere wo gar kein Sprit hin kommt. Daraus ergibt sich eine ungleiche Verbrennung. Und da wo das Gemisch überfettet ist fehlt die Verbrennungsluft von den Stellen wo gar kein Sprit ist. Dadurch verbrennt der Sprit an den überfetteten Stellen nicht vollständig sondern der feine Nebel, die Tröpfchen, verkoken lediglich durch die Verbrennungshitze. Und schon haben wir Feinstaub.
Da weiter durch die extreme Verdichtung im Brennraum ebenso extrem hohe Verbrennungstemperaturen, durchaus 1.200°C, entstehen ergeben sich unerwünschte chemische Reaktionen, es entsteht nicht nur CO2 sondern daneben auch NOx, also mehrkettige Sauerstoff-Verbindungen.
Die alten Diesel, die mit Vorkammer, saugten das Kraftstoff-Luftgemisch, wie beim alten Benziner, vom Ansaugtrakt in den Brennraum, das Gemisch war weitestgehend homogen und die Verbrennung recht sauber. O.K. die Rußten. Aber Ruß ist nun mal nicht lungengängig, macht auf keinen Fall krank. Und mit einem Rußfilter leicht in den Griff zu bekommen.
So, jetzt wißt ihr es.
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Geändert von Alfred (26.01.2019 um 09:40 Uhr)
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Alt 26.01.2019, 11:30   #16
Dodoma
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Das sind Detailkenntnisse die Otto-Normal Verbraucher gar nicht hat.

Welche Vorteile hat das 'neue' Verfahren -Direkteinspritzung- gegenüber dem Alten? (Wurde doch von den Automobilherstellern als Innovation gefeiert!)

Der Beitrag von @Alfred zeigt, wie schwierig eine Diskussion ist wenn nicht hinreichend technisches Verständnis vorhanden ist.

Dann wird im Nebel gestochert und gefühlsmäßig argumentiert und damit liegt man schon mal daneben.

Gruß Martin
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Alt 27.01.2019, 09:09   #17
Alfred
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Zitat:
Welche Vorteile hat das 'neue' Verfahren -Direkteinspritzung- gegenüber dem Alten?
Das ist nichts neues, das gibt es bei den 40-Tonnern schon ewig. Der Vorteil liegt in der höheren Leistung mit geringerem Hubraum und relativ weniger Verbrauch. Wobei das mit der Leistung beim Hubraum auch Blödsinn ist denn PS sind eigentlich weniger wichtig. So ein 40-Tonner hat bis zu 12 Litern Hubraum und gerade mal um die 400PS. Aus dem Hubraum schöpft ein Supersportwagen 1.200 bis 1.500PS. Was bei den LKW wichtig ist das sind weniger die PS sondern das Drehmoment. So ein Brummi wiegt beladen mehr als 20 PKW und kommt trotzdem jede Steigung hoch. Und das bei einem Verbrauch von ca. 35 Liter. Das wären bei 20 PKW 1,75 Liter pro Auto. Maximaldrehzahl der Maschine: um die 2.000 Touren.
Das erinnert mich an einen alten Mazda 626 den ich mal hatte. Zwei Liter-Maschine und 90 PS. Nee, der war nicht schnell, der beschleunigte auch nicht rasant. Aber dafür brachial, mit Nachdruck, vom Leerlauf an. Der hätte ohne Probleme jeden Anhänger gezogen ohne daß man es groß bemerkt hätte.
Auch mein noch älterer Benz den ich mal hatte, ein Strich/achter, Diesel war so was. 2,2 Liter Hubraum, 55 PS. Der hatte ´ne Hängerkupplung. Und da hatte ich schon mal 2 Tonnen am Haken ohne daß der Benz beim der steilen Steigung die ich bis Zuhause hoch mußte auch nur zuckte. O.K., von Null auf Hundert brauchte der halt seine 30 Sekunden, mindestens. Nennt man heute "Entschleunigung". Aber dafür kannte ich einen der mit einem 200er Diesel mit der ersten Maschine die Millionenkilometergrenze überschritt.
Alles in Allem, Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch mehr Hubraum.
Und wie man eventuell aus meinem Text herauslesen kann bringt das Downsizing im Prinzip wenig. Es ist in Hinsicht auf PS-Leistung und Verbrauch einerseits den PS-hungrigen Kunden und andererseits der Politik geschuldet.
Zitat:
das 'neue' Verfahren -Direkteinspritzung
Die Nachteile habe ich ja oben geschildert, ich halte nichts davon. Und meine Karre, zwei Jahre alt, Benziner, hat noch einen guten alten Saugmotor mit Saugrohreinspritzung und 1,6 Litern Hubraum. Nur im Vergleich zu viel PS, nämlich 114, 90 wären besser bei der Maschine, dafür mehr Drehmoment. Aber es gibt ja jetzt Einlitermotoren mit 125 PS. Ob die weiter als 100.000Km halten? Ich glaube kaum.
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Geändert von Alfred (27.01.2019 um 09:18 Uhr)
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Alt 27.01.2019, 09:29   #18
Alfred
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Jetzt habe ich viel geschrieben ohne zu erklären.
Also, wie wohl die Meisten wissen darf die Kompression im Motor eine gewisse Grenze nicht überschreiten da sich sonst der Sprit ungewollt im falschen Moment entzündet. Motorklopfen. Nun hat man aber zu hohe Kompression. Was macht man? Man spritzt den Treibstoff erst in dem Moment ein zu dem er zünden soll. Dazu braucht man halt die Direkteinspritzung. Und das Ganze ist nur bei dem blöden Downsizing erforderlich.
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Alt 27.01.2019, 12:25   #19
Dodoma
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Hallo Alfred,

da hast du dir viel Mühe gemacht mein Technik-Verständnis aufzupolieren.

Traktorfreunde haben den Lanz wiederentdeckt. Die machen richtig Krach und ziehen ordentlich. Aus dem Auspuff kommt auch eine Menge Ruß.

Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es hier aber keine Feinstaubbelastung wie bei den Einspritzern.

Thema ist ja Ofenholz und durch die Verbrennung verursachte Feinstaubbelastung. Bei unzureichender Verbrennung (wenn das Holz im Ofen kokelt) wird die Feinstaubbelastung höher sein, die Folge Glanzrußbildung im Schornstein. Wird dann bei hoher Temperatur ein Abbrand gemacht kann sich der im Schornstein entzünden und abbrennen und womöglich die Behausung gleich mit.

Gruß Martin
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Alt 27.01.2019, 18:28   #20
Alfred
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Zitat:
Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es hier aber keine Feinstaubbelastung wie bei den Einspritzern.
Einspritzer sind sie alle. Der Feinstaub entsteht aber nur bei den Direkteinspritzern. Die alten Lanz sind ja Vorkammereinspritzer. Erklärung: Die alten Diesel hatten außerhalb vom Brennraum eine Vorkammer welche fest mit dem Brennraum verbunden war und in die der Sprit eingespritzt wurde und nur zum Teil in den Brennraum gelangte. Dies deshalb weil in der Vorkammer dann ein Kraftstoffüberschuß war der leichter zündete. Das wurde so gemacht weil die alten Diesel nicht so hoch verdichtet werden konnten wie später. Zusätzlich mußte auch vorgeglüht werden, heißt da war eine starke Heizspirale welche den Brennraum oder die Vorkammer, weiß nicht so genau, erhitzte. Dauerte einige Minuten. Erst dann konnte der Motor gestartet werden. Dazu ist zu sagen daß Dieselmotoren anders als Benziner konstruktionsbedingt mit Luftüberschuß arbeiten. Das Gemisch ist also sehr mager und Zündunwillig. Daher früher die Vorkammer.
Auch moderne Direkteinspritzer glühen vor, allerdings nur wenige Sekunden und zeitlich gesehen noch während des Anlassens. Kann man sehen, da leuchtet wenn man nicht sofort anläßt sondern nur die Zündung einschaltet am Armaturenbrett eine meist gelbe Spirale, das ist das Vorglühen. Bei Frost würde ich so lange warten bis die Leuchte ausgeht, der Motor startet dann besser.
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Geändert von Alfred (27.01.2019 um 18:35 Uhr)
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