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Alt 15.05.2016, 23:12   #1
ABC-G
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Seglerlaus bekämpfen !

Hallo Freunde !
Die Seglerlaus ist für viele brütende und junge Mauersegler eine wahre Plage. (Sichtbar auch über meine Livekamera im Seglernest) Seit ein paar Tagen in Betrieb !
Wer hat Vorschläge, wie dieser Parasit etwas eingedämmt werden könnte ?
Mit freundlichem Gruß
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Alt 16.05.2016, 08:32   #2
Werder
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Meine Kolonie - seglerlausfliegenfrei , keine Ahnung warum !

Zu Bedenken ( Klugscheissermodus an )
Die Mauerseglerlausfliege und der Mauersegler leben wohl seit zig tausend Jahren in Koexistenz und haben sich in dieser Zeit aufeinander abgestimmt .
Das Selbe gilt wohl auch für den Alpensegler der von eine seiner Grösse entsprechend grössere Alpenseglerlausfliege parasitiert wird .
In unseren Augen erscheint die Laus als Ekelparasit dabei können wir nicht ausschließen ob auch der Segler in einer Weise von der Laus profitiert .
Jüngst las ich über eine Studie die nachwies wonach diverse Krankheiten bei Menschen in Afrika kaum auftreten und einige einen im Gegensatz bei uns sehr milden Verlauf nehmen .
Weil die Menschen nicht wurmfrei seien .
Ich würde ......ich könnte ....ich täte eventuell . Ein kleines Säcklein Taback da befestigen wo wir jeweils per Cam die Lausfliegen sehen , vorne am Strirnbret .
In der Brutzeit sind solche Versuche für mich nicht erlaubt .
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Alpenseglergruss Markus
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Alt 16.05.2016, 12:07   #3
ABC-G
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Hallo mein Seglerfreund !
Natürlich werde ich zur Brutzeit keine Eingriffe vornehmen. Gift sollte auch tabu sein Vielleicht an den Stirnseiten wo die Vögel kaum hinkommen, bekam ich einen Tipp ! Doppelseitiges mildes Klebeband wo die Läuse hängen bleiben wenn sie darüber laufen. Jedenfalls wenn die Vögel mal gerade außer Nest sind, habe ich auch schon gemacht, einige Sichtbare zerdrückt. Das Problem kommt noch mit den Jungvögeln. Wenn das Wetter unbeständig und kalt bleibt, Nahrungsangebot schlecht,sterben viele Junge durch den noch zusätzlichen Blutverlust, bei zu starkem Befall ! Die Alten verkraften das. Hier noch ein interessanter Link !

http://www.schaedlingskunde.de/Steck...na-pallida.htm
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Alt 16.05.2016, 12:43   #4
Werder
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Danke für den Link

Ich meinte diesen oder einen mit ähnlicher Aussage schon gelesen zu haben .
Hier im Forum gibt dieses Tierchen immer mal wieder seit Jahren Anlass zu tollen Diskussionen .
Eine bisweilen gestellte Frage ist wie sich die Laus neuen Lebensraum , Kolonien nach welcher Strategie erobert .
Je nach Antwort resultiert dies zwingend eine andere Sicht oder Beurteilung auf die beobachteten " Suchanflüge " von Seglern ausgerechnet immer an schon besetzten Nistkästen in den nächsten Wochen .
Spannend eben !
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Alpenseglergruss Markus
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Alt 16.05.2016, 23:12   #5
swift_w
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Zitat:
Zitat von ABC-G Beitrag anzeigen
Hallo Freunde !
Die Seglerlaus ist für viele brütende und junge Mauersegler eine wahre Plage. (Sichtbar auch über meine Livekamera im Seglernest) Seit ein paar Tagen in Betrieb !
Wer hat Vorschläge, wie dieser Parasit etwas eingedämmt werden könnte ?
Mit freundlichem Gruß
Hallo ABC-G,

Empfehlung, Vorgehensweise:
In deinem Fall mit einsehbaren, gut erreichbaren Mauersegler-Nistkammern vom Dachboden aus kannst du folgendes machen:
Mechanische Reinigung der Nistkammern im Herbst oder alsbald nach Ausflug/Abzug der Segler.
D.h. vor allem Entfernung von Lausfliegen-Puppen (schwarze Kügelchen) und Kotkrümeln.
Behandlung mit geeignetem Insektenspray nur nach Saison-Ende reicht nicht aus; restliche Puppen werden wohl überleben.
Maßgebend ist die Anwendung vom Insektizid Ar... mind. 1 Woche vor durchschnittlicher Mauersegler-Ankunft.
Das bekannte Mittel wird u.a. von Geflügel-Züchtern, Tauben-Züchtern; auch einigen Schwalbenturm-Besitzern erfolgreich angewendet.
Es ist 6 Wochen lang kontakt-wirksam gegen Parasiten.
Also Sprühstoß am 20.April in eine Kammer bei vorher geöffnetem Dachfenster und angehaltener Luft - dann schnell aus dem Dachraum abhauen !
Nächste Kammern nach mind. 1 Stunde Pause um nichts einzuatmen.
Solch eine Behandlung reicht alle 2 Jahre aus nach Erfahrung von einigen Koloniebesitzern um die LF erheblich bis total einzudämmen.
Wirkung ist dann beim Schlüpfen der Küken vorbei und haut vorher sämtliche Parasiten um.
Erhältlich z.B. hier

ABC-G, kennst du übrigens die Alpensegler-Kolonie in Achern ?
Wir haben die beeindruckenden Supersegler dort im Urlaub in 2006 mehrmals gesehen am Realschulgebäude.

VG
Swift_w
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steilwandige eierverlustarme Holznistmulde f. Mauersegler

Möglichkeiten für zügige Mauersegler-Ansiedlungen
einfach herstellbare Mauersegler-Nistmulde aus Holz; Fotos anklicken
Mauersegler-Nest-Bilder, Seglerkästen u. andere Nistkästen

http://www.mauersegler.klausroggel.de/index.htm

Geändert von swift_w (16.05.2016 um 23:22 Uhr)
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Alt 17.05.2016, 12:18   #6
Sigg
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Hei Willi,
wenn du Ar... (Punkte= Namenlänge) meinst, so denke ich, daß das wohl nicht mehr ausreicht.
Z. B. habe ich es vor 2 und 3 Jahren in den Ausenvolieren gegen rote Vogelmilbe eingesetzt, weiterhin Kieselgur und Intermitox. Die Vogelmilben erwiesen sich als resistent dagegen. Erst Frontline bracht merklichen Erfolg als Kontaktgift. Auch eine Langzeitwirkung über mehrere Wochen konnte festgestellt werden.
Also sind die meisten gängigen Mittel bei mir außen vor, allerdings hat Frontline seinen Preis..500ml 32.- Euro im I-Net. Ich benötige immer min . 1000ml davon, für NK reichen sicher auch 100ml
Das mal am Rande....
Siggi
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Alt 17.05.2016, 21:45   #7
Werder
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Ausrufezeichen Ardap !

Vor Jahren habe ich am Tag vor der Mehlschwalbenankunft alle Mehlschwalbennester ausgepinselt und kräftig mit Ardap eingesprüht .
Die Biologen bei uns hatten mal gelinde gesagt : die Stirn gerunzelt !
Resultat : Soweit ich es als Laie leicht beurteilen konnte hatte ich Anzahlmässig beste Saison bis dato , nebenbei mit den blitzeblankesten , ohne Läusekot behaftete leere Mehlschwalbeneierschalen .
Fazit : Top !!
Trotzdem : Heute mache ich das mit dem Heissluftföhn !
Denn : Es ist doch ein Unterschied zwischen Käfigvögeln und Wildtieren . Vogelfreunde prangern zu Recht die Landwirtschaft für deren Gebrauch von Pflanzenschutzmittel etc. an , wegen deren schwer zu kalkulierenden Auswirkungen auf die Vogelwelt - und benutzen bisweilen selber Chemie zumal im Nestbereich ...... Geht nicht !
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Alt 19.05.2016, 20:19   #8
Werder
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Reden An diese Stelle reisst sie Diskussion ab ?

Meine klaren harten Worte waren wieder mal zuviel ?
Lag ich gar falsch ?
Rückfrage , Absicherung bei einer Biologin und Segler- Expertin .
Fazit : genau so is es ! Man kann es ignorieren tut den Wildvögeln jedoch so keinen Gefallen . Zu Frontline ; es ist bekannt Leberschäden hervorzurufen , auch Ardap ist nicht zu empfehlen .
Chemie hat in Segler und Schwalbennestern nichts verloren . Geht nicht , ist ein no go !
Wie wärs mit einer Falle , eine kleine Reuse ? Sollte ich mal Seglerlausfliegen haben werde ich da mal Kreativ werden ...
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Alpenseglergruss Markus
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Alt 29.05.2016, 19:50   #9
ABC-G
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Seglerlaus

Also zuerst mal danke für den gut gemeinten Rat von Werder und seiner bekannten Biologin !

Wer mal einige Zeit meine Webcam im Nest beobachtet, wird feststellen, daß die Segler Tag und Nacht sich kratzen und versuchen die Plagegeister los zu werden. Nicht schön ! Auch nicht schön, daß ich mir inzwischen die 3. Seglerlaus aus meinen Haaren gefischt habe. Die Tierchen wandern über die Fassade und gekippte Fenster in die Wohnung, und mein Schlafzimmer liegt nun mal noch im Dachgeschoß wo auch die Segler zu Hause sind. Aus den Nestern durch den Kniestock in die Dachwohnung können sie wohl nicht, da die Nester nach innen mit einer dicken Dampfsperrfolie und holzverschalung dicht sind. Ich beobachte auch seit Jahren eine ständige Zunahme der Seglerlaus in dem überwachten Nest.
Ich werde wohl das besagte Mittel im Herbst nach Ausflug der Jungen und im kommenden Frühjahr ca 4 Wochen vor Seglerankunft nochmals anwenden. Dazu werde ich vermutlich vom Kniestock aus mit einem 4mm Bohrer in jedes Nest ein Löchlein bohren damit ich mit einem kleinen Sprühröhrchen direkt an den Nestern bin. Die kleinen Öffnungen werde ich dann mit Holzschrauben wieder verschliesen, für ev. die nächste Aktion. Oder ich gehe mit einer 10m Leiter von Aussen über die Hausfasade direkt in die Einflugöffnungen.
Giftanwendung steht bei mir wirklich ganz unten, auch im Hausgarten, aber hier in meinem Fall keines,das macht jetzt keinen Sinn mehr, das versteht wohl auch ein studierter Biologe !
Mfg
Und bitte nicht mehr mit ausbrennen und Heißluftpistole kommen, sonst kann sich ev. meine Familie und ich mit den Seglern zusammen, ein neues Zuhause suchen.


Zitat:
Zitat von swift_w Beitrag anzeigen
Hallo ABC-G,

Empfehlung, Vorgehensweise:
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Mechanische Reinigung der Nistkammern im Herbst oder alsbald nach Ausflug/Abzug der Segler.
D.h. vor allem Entfernung von Lausfliegen-Puppen (schwarze Kügelchen) und Kotkrümeln.
Behandlung mit geeignetem Insektenspray nur nach Saison-Ende reicht nicht aus; restliche Puppen werden wohl überleben.
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Das bekannte Mittel wird u.a. von Geflügel-Züchtern, Tauben-Züchtern; auch einigen Schwalbenturm-Besitzern erfolgreich angewendet.
Es ist 6 Wochen lang kontakt-wirksam gegen Parasiten.
Also Sprühstoß am 20.April in eine Kammer bei vorher geöffnetem Dachfenster und angehaltener Luft - dann schnell aus dem Dachraum abhauen !
Nächste Kammern nach mind. 1 Stunde Pause um nichts einzuatmen.
Solch eine Behandlung reicht alle 2 Jahre aus nach Erfahrung von einigen Koloniebesitzern um die LF erheblich bis total einzudämmen.
Wirkung ist dann beim Schlüpfen der Küken vorbei und haut vorher sämtliche Parasiten um.
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Wir haben die beeindruckenden Supersegler dort im Urlaub in 2006 mehrmals gesehen am Realschulgebäude.

VG
Swift_w
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Alt 29.05.2016, 23:07   #10
Sigg
Gast
 
Beiträge: n/a
Sagen wir es mal so, ich bin kein Biologe, aber halte und züchte seit Jahrzehnten Girlitze, Grassittiche, Prachtfinken und andere.
Dazu verfüge ich über 4 Außen -und 3 Innenvolieren und ca. 25 Käfige
Zwangsläufig kommt man immer wieder mit Milben und anderen Parasiten in Berührung. Die Wirksamkeit von Ardap und anderen habe ich und auch andere im Praxistest bei der allgemeinen Vogelhaltung schon lange durchgetestet.
Wir müssen also nicht auf andere Aussagen von irgend welchen Experten zurückgreifen, weil wir bei der Bekämpfung von Extoparasiten zum Erfolg verdammt sind, anderen Falls sind unsere Vogelbestände in Gefahr, von Jungvögeln in den Nestern mal ganz zu schweigen.
Ergo müssen wir so ein Problem innerhalb von 1-2 Wochen im Griff haben, ohne Experten, Biologen und TA's.
1. Das von mir empfohlene Mittel kann schon Ende März in die Nistkästen gesprüht werden und behält sein Wirksamkeit als Kontaktmittel über viele Wochen..min. 8-10 Wochen (eigene Anwendung)
a) Nicht, wenn die Kästen schon besetzt sind, bezw. Eier und JV in den Kästen liegen.
b) alle diese Mittel verbreiten im Anfang einen recht stechenden Geruch,
so das die Altvögel möglicherweise die NK nicht mehr aufsuchen.
2. So sollte alle NK lausfrei bleiben bis praktisch zum Abschluß der Brut.
3. Und es reicht eine Anwendung gegenüber den meisten Kontaktgiften, deren Wirksamkeit schon nach Tagen nachläßt, bezw. unwirksam sind, weil viele Parasiten schon eine Resistenz besitzen.
Ist eben alles ganz einfach..
Immer schön kritisch bleiben..
sigg
Sigg

Geändert von Sigg (29.05.2016 um 23:09 Uhr)
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