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Zurück   Vogel-Portal Forum > Wildvögel/einheimische Vögel > Tipps zur Versorgung hilflos aufgefundener Wildvögel

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Alt 05.05.2010, 19:14   #1
XXSternXX
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Wildvogelaufzucht - was brauche ich?

Hallöchen!

In den letzten Jahren habe ich immer mal sporadisch den Einen oder Anderen Wildvogel aufgezogen und mich eben immer danach gerichtet was grade hier "eingeliefert" wurde... mal ne Amsel, mal ein Spatz - nichts aussergewöhnliches.

Nun will ich das Ganze etwas ausbauen da wir hier in der Gegend wirklich keinerlei Auffangstation für Wildvögel haben.
Es gibt ja richtige Profis unter Euch und ich wollte einfach mal nachhaken was ich mir am Besten so als Grundausstattung anschaffe - bzw. hier haben sollte um für so ziemlich alle Eventualitäten gewappnet zu sein!

Könntet Ihr mir das so ein bissel aufzählen und evtl. dazuschreiben wo ich die Sachen herbekomme??

Ich möchte, je nachdem was für ein Vogel bei mir abgeliefert wird - einfach vorbereitet sein.

Freu mich auf Eure Antworten und sitz mit Stift und Liste bereit

LG

Hilde
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Alt 05.05.2010, 19:44   #2
Shiva
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Hallo Hilde!
Erst mal willkommen hier.
Tja,da hast Du ja einiges vor.Ich hab zwar wenig Zeit,muß gleich weg aber ich liste aber eben mal schnell zumindestens ein bißchen Futter auf.
Beoperlen,am besten von Versele,die bleiben auch beim Einweichen heil,andere werden gleich Matsch oder sind nach ewiger Zeit immer noch nicht weich.Diese sind für zum Beispiel Amseln,Drosseln,Spatzen.
Insekten,z.B.Heimchen,am besten tiefgefroren und benötigte Menge in warmen Wasser auftauen.Pinkies,Buffallowürmchen,Mehlwürmer.Wenn Du über einen Imker rankommst Drohnenbrut.
Papageienhandaufzuchtbrei,z.B.Nutibird,auch von Versele,für unter anderen Tauben,.und Körnerfresser.
Das wäre ein Grundstock,Eintagsküken,Fisch und so kannst Du Dir bei Bedarf holen falls Du einen Graureiher,Greifvogel oder Eule bekommen solltest.Diese Vögel sind aber meines Erachtens nichts für Änfänger.Nicht das ich Dir zu nah treten will aber für dioe braucht es wirklich ein bißchen Erfahrung.Aber falls Du eine Notversorgung machen mußt leg Dir doch einfach eine Packung Geflüelherzen in die Gefriertruhe.Wäre auch was um Rabenvögel zu versorgen.
So,ich muß nun leider wirklich los,melde mich später noch mal,vielleicht sagt ja auch jemand von den anderen Päpplern was dazu.
__________________
Liebe Grüße Sylvia

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Alt 05.05.2010, 19:52   #3
XXSternXX
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Hiho,

danke erstmal!

Raubvögel werde ich mir in Zukunft auch vornehmen. Ich habe ab Freitag meinen Jagdschein in der Tasche (keine Sorge - ich werde nicht zur Jagd gehen) und bin mit dem Landratsamt in Verhandlung ob ich mit einem zusätzlichen Sachkundenachweis auch Greifvögel betreuen kann... ohne auch noch den Falknerschein machen zu müssen. Aber natürlich nicht ohne näheres Wissen - ich bin recht intensiv mit den Falknern von Burg Guttenberg im Gespräch. Das ist die nächste Falknerei hier.

Erstmal danke für deine Hinweise - ich werde in den nächsten Tagen wenn sich hier Einiges gesammelt hat - eine Bestellung machen damit ich mal das Nötigste da habe.

Morgen habe ich ein Date mit meiner Tierärztin - was macht Sinn auf Vorrat hier zu haben? Evtl. auch Flüssigkeit für Flüssigkeitsgaben unter die Haut? Antibiotika? Schädlingsmittel - wenn ja welches?

Verbandmaterial für die Grundversorgung und entsprechendes Desinfektionsspray für Tiere habe ich immer zu Hause. Auch Handschuhe für scharfe Krallen, Wärmelampen und Wärmematten etc.
Eine große Voliere sowie mehrere kleinere Käfige und Boxen, ausserdem einen Extraraum und für größeres Getier auch einen Schuppen.

LG

Hilde
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Alt 06.05.2010, 10:35   #4
Rabenmutter
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Falknerschein

Hallo Hilde,
Wenn du schon den Riesenaufwand mit dem Jagdschein betrieben hast, solltest du unbedingt auch noch den Falknerschein machen. Das sind immer noch die besten Lehrgänge zum Thema Greifvogelkunde, -haltung und-pflege, an denen du in Deutschland teilnehmen kannst. Auch wenn du dich nicht für die Beizjagd interessierst, kann ich dir das nur dringend empfehlen. Wenn dir im Moment Lust und Geld dafür fehlen, lass dir einfach noch ein oder zwei Jahre Zeit.
Diese Kurse für den Sachkundenachweis sind von der Qualität her eher mäßig bis unterirdisch, da lernst du so gut wie nichts. Nur , dass man diese Vögel nicht mehr als Raubvögel(wie konntest du nur?) bezeichnen darf, sondern grundsätzlich als Greifvögel!
Außerdem ist es bei Langzeitrekonvaleszenten immer sinnvoll, sie vor der Auswilderubg falknerisch abzutragen und durch intensives Einfliegen die Muskulatur wieder aufzubauen. Das darfst du aber nur mit Falknerschein in der Tasche.
LG Rabenmutter
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Alt 06.05.2010, 11:03   #5
XXSternXX
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Hi Rabenmutter,

ja - das mit dem Falknerschein habe ich auf alle Fälle noch vor - aber wie du schon richtig schreibst - es finanziell nicht ganz Ohne das Ganze.
Das Abtragen kann ich in Verbindung mit den Falknern von Guttenberg praktizieren.

Mein "Problem" ist - dass zur Aufzucht immer wieder Tiere anfallen und ich mich da gerne rechtlich im Grünen Bereich aufhalten möchte - daher erstmal die Idee mit der Sachkunde.

Ich bekomme jährlich min. einen Junggreifen - bisher waren es immer kleinere Arten - Käuzchen. Aber rein rechtlich dürfte ich es nicht - rein rechtlich müsste man die Tiere dort lassen wo man sie findet. Die Rechtsgrundlage ist mir erstmal wichtig - und natürlich auf die Dauer auch die Professionalität - und was das Abtragen angeht - gehört da natürlich viel Erfahrung und Feingefühl dazu.
Über den Deutschen Falknerorden suche ich derzeit einen Falkner in meiner Nähe der mich diesbezüglich unter seine Fittiche nehmen könnte - bis zur Burg Guttenberg sind es leider für mich auch eine lange Anfahrtszeit - und die haben jetzt ihr Sommergeschäft und keine Zeit für solchen "Kleinkram"...

Mal schaun wie sich das entwickelt.

LG

Hilde

PS: jaaaa - Greifvögel - ich weiß - lach!
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Alt 06.05.2010, 12:07   #6
Calendula
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Hast Du als Jagdscheininhaberin nicht auch ein Aneignungsrecht? Allerdings denke ich, dass Du ein verletztes Tier nicht am Ort belassen musst, sondern eine Mitnahme unter Paragraph 43 BNatSchG fällt ("... Abweichend von den Verboten des § 42 Abs. 1 Nr. 1 und 3 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können...").
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Alt 06.05.2010, 12:16   #7
XXSternXX
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Hiho!

Als Jagdscheininhaber hast du noch keinerlei Rechte, das haben nur die reichen Pächter - und die dürfen sich nur das aneignen was im Jagdrecht verankert ist. Tiere die nicht im Jagdrecht oder unter besonderem Schutz stehen - darfst du noch nichtmal zum ausstopfen mit nach Hause nehmen: Eichhörnchen, Siebenschläfer -- und eben auch tote Greifvögel. Ist verrückt - aber ist tatsächlich so.

Für Greife (auch zum Päppeln) benötigt jeder eine Genehmigung - ansonsten darfst du sie nicht halten - auch nicht vorübergehend. Das weiß nur kaum einer. Man muss da gut aufpassen - ansonsten hat man ratzifatzi die Behörden hier stehen.
Da überschneiden sich dann die verschiedenen Gesetze und man befindet sich schnell mal in einer Grauzone die dann ausgelegt werden kann wie´s beliebt. Daher ist mir ein klares JA von der Artenschutzbehörde im Landratsamt lieber als die Grauzone ;-)
Mit diesem Ja kann ich auch was Größeres päppeln - seis einen angefahrenen Bussard oder Habicht oder das Uhujunge das eben schon eine gewisse Größe erreicht und dann auch öffentlich im Aussengehege sitzen können muss ohne dass ich gleich Polizeibesuch bekomme.
Käuzchen und Ähnliches fallen ja nicht auf - aber größere Greife sind eben schon ein anderes Thema.

LG

Hilde
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Alt 06.05.2010, 12:25   #8
Calendula
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Vielen Dank für die Erläuterung. Ich bin da weniger ängstlich und hatte nicht das Bedürfnis, mich nach allen Seiten absichern zu wollen. Wie Du Dich auf künftige Päppelinge vorbereitest ist klasse - aber lass Dir gesagt sein, irgendwas fehlt immer was Du akut gebrauchen könntest , aber mit einer umfangreichen Grundausstattung kann man viel überbrücken.
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Alt 06.05.2010, 12:54   #9
XXSternXX
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Hiho!

Naja, was heißt absichern - wenn der Preis ist dass ich es evtl. verboten bekomme wenn dann doch mal was Größeres Aufkommt... dann sichere ich mich lieber ab. Meine Nachbarn sind seltsam...

Den Jagdschein wollte ich schon immer mal machen - einfach aus Interesse und die Inhalte sind schon wirklich spannend. Und mit dem Schein kann man ja noch so manch Anderes anfangen - ich bin Sozialpädagogin - wer weiß wo mein beruflicher Weg mich noch hinführt

Dass was das Päppeln angeht immer irgendetwas fehlt ist ja eh klar - grins - aber so ein kleines Sortiment an Trockenzeugs für so ziemlich jede Variante für die Erstversorgung ist schon sehr praktisch. Etwas für die Körnis, die Fleischis und die Insektis - und noch ein Mittelchen gegen die mistigen Schmarotzer auf den Vögeln - ist schon mal gut. Dann noch ein paar Spritzen und Isotonisches Wasser zum Flüssigkeit spritzen - dann ist das erste Hau ruck auch am Wochenende schonmal geschafft...

Meine TA ist zwar oft erreichbar, aber eben nicht immer - ihr wisst ja wie das ist. Und wenn ich jetzt beim TA meine Kärtchen auslege - werden wohl doch ein paar Vögel mehr hier landen als in den letzten Jahren, da will ich einfach vorbereitet sein.

Lg

Hilde
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Alt 06.05.2010, 19:15   #10
Shiva
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Also irgedwie habe ich ja den Eindruck das Du eher die Großen päppeln willst,wozu auch sonst den Falknerschein,da brauchst Du wohl meine Tips für die Kleinen nicht so wirklich,oder irre ich mich da?Nur das sind diejenigen die in der Regel gefunden werden und möchten auch versorgt werden.Wenn man die Listen von Auffangstationen so liest,wie oft steht da,"nur Greife,keine Kleinvögel".Macht ja auch mehr her ,so ein Bussard.
Falls Du doch noch Infos für die Kleinen brauchst schau doch einfach in der Wildvogelhife nach.
__________________
Liebe Grüße Sylvia

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