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Alt 30.03.2004, 23:47   #1
Rosita
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Die Wasserqualität im Aqarium

Die Wasserqualität im Aqarium
Das Geheimnis erfolgreicher Zierfischhaltung ist die gute Wasserqualität. Im Wasser des Aquariums sammeln sich mit der Zeit Gifte und Abfallstoffe an, die zum einen von den Ausscheidungen der Fische stammen, zum andern aber auch von Futter, das die Fische nicht aufgenommen haben und welches nun zersetzt wird. Am gefährlichsten ist Ammoniak, den die Fische statt Urin ausscheiden. Er wird von Bakterien in das giftige Nitrit umgewandelt.

In einem Aquarium, in dem sich ein biologisches Gleichgewicht eingestellt hat, gibt es zum Glück andere Bakterien, die das Nitrit in das weniger schädliche Nitrat umbauen. Mit den üblichen Testsets sollten Sie niemals Nitrit im Wasser feststellen können, denn dann hat sich bereits zu viel Ammoniak angesammelt.

Aber auch Ammoniak, die Vorstufe des Nitrits wirkt bereits giftig. Zu hohen Ammoniakgehalten im Wasser kommt es, wenn das Aquarium überbevölkert ist oder das Wasser zu selten gewechselt wird. Wie viele Fische Sie in Ihrem Aquarium halten können, hängt von der Fischart und selbstverständlich von der Größe des Aquariums ab.

Ammoniak reizt die Kiemen. Als Reaktion auf diesen Reiz bilden die Kiemen Schleim. Dieser wirkt als Barriere für den lebensnotwendigen Sauerstoff: Die Fische bekommen nicht mehr genug „Luft“. Sie schwimmen an die Wasseroberfläche, um dort nach Luft zu schnappen. Steigt der Gehalt an Ammoniak weiter an, verätzt er die Haut der Fische. Besonders die Flossen werden anfällig für Infektionen mit Pilzen und Bakterien und können abfaulen. Zudem wirkt Ammoniak als Nervengift. Schließlich sterben die Fische an ihren Vergiftungen.

Um die Gehalte an Ammoniak und anderen Gift- und Abfallstoffen gering zu halten, müssen Sie regelmäßig das Wasser des Aquariums teilweise ersetzen. Fallen Ihnen an Ihren Fischen ungewöhnliche Verhaltensweisen auf, zum Beispiel nach Luft schnappen, versuchen Sie es erst mit einem Wasserwechsel. Führt der nicht zum Erfolg, überprüfen Sie die Wasserwerte, um die Ursache des Problems zu ermitteln. Nur gezielte Maßnahmen sind sinnvoll. Der unkritische Einsatz von Medikamenten und Chemikalien schadet in der Regel mehr als er nützt.

Wenn Sie Leitungswasser benutzen, lassen Sie das Wasser einige Stunden stehen. Sollten Ihre Fische ein besonders weiches Wasser brauchen, kochen Sie das Wasser ab und mischen Sie es mit destilliertem Wasser. Aber geben Sie niemals nur destilliertes Wasser ins Aquarium. Es enthält weder Mineralstoffe noch Salze. Mineralstoffe und Salze brauchen die Fische jedoch zum Leben. Im Handel erhältlich sind Wasseraufbereiter, die das Wasser von Schwermetallen und anderen Giften reinigen. Ob ihr Einsatz für Sie sinnvoll ist, erfragen Sie am besten bei Ihren Wasserwerken. Von denen erfahren Sie übrigens auch, wie hart das Leitungswasser in Ihrer Region ist
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