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Alt 08.12.2007, 21:58   #1
Elch
Mierenneuker
 
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Ich könnte speien!

Heute wurde ein Wildkaninchen gebracht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es die Myxomatose hatte (gut, alternativ wäre auch noch der infektiöse Kaninchenschnupfen möglich).
Zu helfen war dem armen Tier nicht, aber vor meinem inneren Auge lief ein schlechter Film ab: als ich Kind war, befiel die Myxomatose die in meiner damaligen Heimat überreichlich vorkommenden Wildkaninchen. Und als wir einen Spaziergang machen wollten, würde dieses Vorhaben schnell aufgegeben, denn überall lagen sterbende Kaninchen herum, mit zugeqollenen Augen, verstopften Nasen, zuckend.
Es ist immer wieder ertaunlich, wie bildhaft so alte Erinnerungen bei gegebenem Anlass wieder auftauchen.
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der Elch
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Alt 09.12.2007, 00:22   #2
Thomas B.
Thomas Braunsdorf, THP
 
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Hallo Elch,
genau dieselbe grauenhafte Erinnerung habe ich aus meiner Kindheit auch. Das muß in den 60er Jahren gewesen sein.
LG
Thomas
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Thomas Braunsdorf
Tierheilpraktiker (Tätigkeitsschwerpunkt Vögel)
Lebensenergieberater Tier
Verhaltensberater Papageien

"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun."
(Oskar Wilde)
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Alt 09.12.2007, 13:32   #3
Elch
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Zeitlich kann ich es nicht mehr genau zuordnen, aber ich muß noch ein kleiner Stöpsel gewesen sein, denn allzulange habe ich das mit den Sonntagsnachmittagsspaziergängen im Familienkreis nicht durchgehalten. Könnte so 1969 herum gewesen sein.

Das Schlimmste war für mich das : "geh da nicht dran! fass das bloß nicht an, da kann man nichts gegen machen."
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der Elch
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Alt 09.12.2007, 22:17   #4
Elch
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Ist ja immer wieder spannend:
Zitat:
"die Besonderheit des Vermehrungszyklus beim Kaninchenfloh trägt zum Fortbestehen des Myxomatosevirus in einem Bau bzw. in einer Stallanlage bei. Die Eierstöcke in den weiblichen Flöhen reifen erst dann und es kommt zur Eiablage, wenn dies das Blut von trächtigen Kaninchen gesäugt haben. Wenige Stunden nach dem Werfen der Häsin verlassen die Flöhe das Muttertier und gehen auf die Welpen über, auf denen sie sich paaren. Das die Paarung auslösende Hormon ist in einem Tag alten Jungkaninchen am wirksamsten. Der bluthaltige Kot der Flöhe ist die Nährsubstanz für die Entwicklung der Flohlarven im Kaninchennest."
(Krankheiten der Kaninchen und Hasen, Kötsche/Gottschalk, Gustav Fischer Verlag)
Flöhe hatte das erkrankte Kaninchen in rauen Mengen, die TA-Praxis hatte die aber schon eliminiert.

Aber nun tut sich doch noch ein ganz zweitrangiges Problem auf: Die Erreger können angeblich 6-7 Monate überdauern. Da ist morgen ein Kompetenztest bei dem TA fällig. Reicht die Desinfektion der Transportbox mit dem von mir angewandten Mittel, um die abzutöten, oder besteht eventuell Gefahr durch diese Box für die in die Behandlung gebrachten ungeimpften Hauskaninchen?
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der Elch

Geändert von Elch (09.12.2007 um 22:25 Uhr)
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Alt 29.12.2007, 11:31   #5
Elch
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Und wieder so ein armes Karnickel! Augen/Nase/Genitalbereich sind befallen, allerdings ist die Atmung freier als bei dem ersten Tier. Und es kann auch noch fressen (mühsam nährt sich das Eichhörnchen- diese Redewendung muß ich dann mal in : "mühsam nährt sich das Wildkaninchen" ändern). Fütterung ist allerdings nur per Löffel und breiiger Nahrung möglich, mit langen Pausen, weil beim Fressen das Luftholen schwierig ist. Zum Glück ist es vor lauter Elend nicht in der Lage, Angst vor mir zu haben. Und sehen kann es mich auch nicht, bleibt das Erschrecken vor dem dicken Elch einem späteren Zeitpunkt vorbehalten.

Mir ist klar, dass die Prognose schlecht ist, aber wenn das arme Tier schon mal gefunden wurde, dann will ich wohl versuchen, ihm sein "Schadnager-Leben" zu erhalten. Es hat ja auch nur eines davon
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der Elch
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Alt 29.12.2007, 11:41   #6
Bettina
Nervensäge
 
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gibt es überhaupt eine behandlung oder heilung für myxomatose?
die hauskanninchen sollte ja alle geimpft werden dagegen.
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Alt 29.12.2007, 11:52   #7
Elch
Mierenneuker
 
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Eine Behandlung in dem Sinne gibt es nicht, das Virus macht seine Sache, unangreifbar.
Eine Heilung kann es geben, wenn der Körper abwehrmäßig in der Lage ist, das Virus durch Antikörper in den Griff zu kriegen.
Die Behandlung, die ich dem armen Karnickel zukommen lassen kann ist die, gegen die Keime, die sich als Sekundärkeime breit machen vorzugehen und dem armen Viech etwas Erleichterung durch Freihalten der Nase/ Reinigen der Augen und Schmerzlinderung zu verschaffen. Ansonsten bleibt nur abwarten.
Und das "draußen" zwangsläufig eintretende Verhungern bzw. durch Blindheit bedingte Verunglücken kann ich verhindern. Mehr nicht.
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der Elch
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Alt 30.12.2007, 07:27   #8
Cosima
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Zitat:
Zitat von Elch Beitrag anzeigen
Mir ist klar, dass die Prognose schlecht ist, aber wenn das arme Tier schon mal gefunden wurde, dann will ich wohl versuchen, ihm sein "Schadnager-Leben" zu erhalten. Es hat ja auch nur eines davon
Genau, denn was das kann das arme Hascherl dafür, dass die Menschen es für schädlich halten.

Hoffentlich schafft es das arme Tier!
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Alt 30.12.2007, 17:02   #9
Elch
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Erwartungsgemäßes Ende einer häßlichen Krankheit: Kaninchen hat soeben beschlossen, das Atmen zu unterlassen.
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der Elch
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