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Alt 17.10.2006, 23:24   #1
Thomas B.
Thomas Braunsdorf, THP
 
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Schädigung des Immunsystems durch Antibiotika

Das Immunsystem „lebt“, wie alle Körperfunktionen, von einigermaßen gesunden Lebensbedingungen: Wird ein Organismus geschädigt durch Gifte, Drogen, Schlafmangel, Bewegungsmangel, Mangel an Sonnenlicht, einen ungesunden Lebensrhythmus, und Medikamente mit starken Nebenwirkungen, dann läßt nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit nach, auch das Immunsystem hat nicht mehr die Energie zur Verfügung, die es benötigt.
Daß Antibiotika massiv das Immunsystem schädigen (was Homöopathen schon seit Jahrzehnten gelehrt hatten), stellte man bei der Beobachtung von Aids-Patienten fest. Ihre ersten Sekundärinfektionen wurden zunächst vielfach mit dem Breitbandantibiotikum „Bactrim“ (Co-Trimoxazol=Trimethoprim+Sulfadiazin) behandelt.
Daraufhin brach das Immunsystem immer schneller zusammen. Die heute allgemein akzeptierte Erklärung hierfür ist die folgende:
Antibiotika schädigen nicht nur „bestimmungsgemäß“ die pathogenen Bakterien, sondern auch die allgemein als „Kraftwerke der Zelle“ bezeichneten, sehr bakterienähnlich aufgebauten Zellorganellen, die man Mitochondrien nennt. Mitochondrien sind membranumgebene, bakteriengroße Zellbestandteile. Sie sind Organellen der besonderen Art. Neben dem Zellkern besitzen sie als einzige Organellen eine eigene DNA. Außerdem verfügen sie im Inneren über eigene Ribosomen, die sich von den Ribosomen der übrigen Zelle deutlich unterscheiden. Sie gleichen vielmehr den Ribosomen, wie sie Bakterien besitzen.
Man geht daher davon aus, daß die Mitochondrien zunächst bakterienartige Zellschmarotzer waren. Da sowohl Wirtszelle, als auch Schmarotzer von diesem Zusammenleben profitierten, entwickelten sich im Verlauf der Evolution beide gemeinsam weiter. Dies wird als Endosymbiose-Theorie bezeichnet.
Mitochondrien dienen als Energielieferanten für die Zelle. Sie bestehen aus einer doppelten Elementarmembran, wobei die innere Schicht eine starke Faltenbildung aufweist. Das dient der Vergrößerung der Oberfläche und somit der Vermehrung der Stoffwechselprozesse.
In den Mitochondrien findet u.a. der energiebringende Prozeß der Atmungskette statt, in dem sich Sauerstoff mit Wasserstoff verbindet und Energie frei wird. Chemikalisch wird das als „Knallgasreaktion“ bezeichnet, die in den Mitochondrien jedoch langsamer abläuft. Weiterhin befinden sich in den Mitochondrien die Enzyme für den bekannten Zitronensäure-Zyklus (Citrat-Zyklus). Dieser liefert zum größten Teil die Ausgangsstoffe für die Atmungskette.
Die einzige Möglichkeit der Zelle, außerhalb der Mitochondrien Energie zu gewinnen, ist die Glycolyse (Zuckerverbrennung), deren Enzyme sich im Zytosol befinden.
Biologische Energie besteht im Molekül ATP (Adenosin-Tri-Phospat). ATP dient als Antrieb für viele Stoffwechelvorgänge, wobei es sich unter Freisetzung von Energie in ADP (Adenosin-Di-Phosphat) und Phosphat spaltet.

Die Mitochondrien aber produzieren in den Zellen 95 % der gesamten zellularen Energie, die der Körper braucht. Die DNA der Mitochondrien ist im Unterschied zur körpereigenen DNA nicht durch einen Zellkern geschützt, sie ist den Antibiotika schutzlos ausgeliefert. Liegt eine solche Schädigung der Mitochondrien vor, kann der Organismus weniger Energie produzieren; die Immunfunktionen lassen nach.
Noch einmal anders ausgedrückt:

Für fortgesetzt andauernde Entzündungsreaktionen ist neben andauerndem psychischem und toxischem Stress vor allem ein andauernd anhaltender oxydativer Stress verantwortlich.
Er entsteht bei einer Schädigung der Erbstruktur in den Mitochondrien.
Mitochondrien, die als frühzeitliche Einzeller eine Symbiose mit den menschlichen und tierischen Zellen eingegangen sind, wandeln mittels Sauerstoff aus der Atemluft die Nahrungsbestandteile für die Energieversorgung der Zellen um und entsorgen giftige Sauerstoffabbauprodukte.
Wird ihre Erbstruktur geschädigt, so entstehen durch mangelhafte Energieversorgung und Sauerstoffentsorgung Immun- und Organschwächen in Organen mit erhöhtem Energiebedarf (Gehirn, Muskeln, Lymphgewebe, Leber, Niere, Darm und Lunge).
Giftige Sauerstoffabbauprodukte, die dann nicht mehr in genügendem Maße entsorgt werden können, greifen die Zellhüllen der Freßzellen an, die dabei über Entzündungsstoffe Streßhormone freisetzen.
Diese richten den Stoffwechsel auf eine andauernd erhöhte Leistungsabgabe aus und stellen das Immunsystem fortgesetzt auf eine Abwehrtätigkeit gegen äußere Erreger ein, bis letztendlich Autoimmunreaktionen entstehen.
Die Entsorgung von gealterten Zellen im Inneren (1% aller Körperzellen täglich), die innere Erbgutanteile an ihrer Oberfläche aufweisen, wird gleichzeitig beeinträchtigt.
Antibiotika (Aminoglykoside, Monobactame, Chinolone, Chloramphenicol, Glykopeptide, Polymyxide, Sulfonamide, Trimethoprim, Tetracycline, Makrolide) und Antimykotika schädigen nicht nur die pathogenen oder potentiell pathogenen Bakterien, sondern auch die Erbstruktur von nicht-patogenen Bakterien und Pilzen (Toxoplasmen und Pneumozysten), die dabei zu aggressiven, antibiotikaresistenten Erregern mutieren können.

Ebenso wie die Zellkernanaloga (AZT, DDI, DDC und 3 TC) schädigen sie die ungeschützte Erbstruktur in den Mitochondrien, so daß diese die Energieversorgung der Zellen nicht mehr in ausreichendem Maße leisten können.
Viren, die körpereigene Hüllproteine in ihre Hüllen einbauen, können dabei durch Zellkernanaloga nicht vollständig eliminiert werden.

Antibiotika wurden gerade gegen Bakterien entwickelt. Man dachte aber dabei nur an die pathogenen oder potentiell pathogenen Bakterien. Daß aber im Körper eine gigantische Anzahl von „guten“ Bakterien eine unverzichtbare Arbeit leisten, wird von der Schulmedizin vernachlässigt, es werden viel zu viele Antibiotika verschrieben. Die offiziell zugegebenen Nebenwirkungen, z.B. im Magen- Darm- Trakt, sind darauf zurückzuführen, daß hier besonders viele Bakterien am Werke sind. Die Darmflora gerät ins Ungleichgewicht, die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig. Das ist allgemein bekannt. Damit wird zugleich das in den letzten Jahren erforschte Darm-Immunsystem entscheidend geschädigt.
Es entsteht der folgende Teufelskreis:
Infektionen werden mit Antibiotika behandelt, diese Antibiotika schädigen die Mitochondrien, die deshalb weniger Energie produzieren. Folge: das Immunsystem wird noch schwächer, Erreger haben es leichter, sich im Körper zu vermehren, Infektionskrankheiten treten noch häufiger auf, deshalb werden noch mehr Antibiotika verschrieben. Resistenzen treten auf, immer weniger Antibiotika wirken noch. Schließlich hat man multiresistente Keime, denen der Organismus, dessen Immunsystem aus den o.g. Gründen schon lange nicht mehr richtig funktioniert, schutzlos ausgeliefert ist. Ein Teufelskreis, ein Zerfallsprozeß beginnt: Das Immunsystem kann eine seiner Hauptaufgaben, das Beseitigen von körpereigenen, abgestorbenen Zellen nicht mehr wahrnehmen. Das natürliche biologische Gleichgewicht von potentiell pathogenen Bakterien, körpereigenen, autochthonen nützlichen Bakterien, und Pilzen wird ruiniert.
Pilzinfektionen, z.B. Candidiasis oder Aspergillose, ist damit ein idealer Nährboden bereitet.
Ich hoffe, damit klargestellt zu haben, warum ich den Antibiotikaeinsatz nur bei vitaler Indikation (zwingender Einsatz zur Lebensrettung) für vertretbar halte. Würde der Antibiotikaeinsatz tatsächlich auf diese sehr seltenen Fälle beschränkt, stünde es weit besser um das Immunsystem unserer Vögel.


Copyright 2006 by Thomas Braunsdorf, Tierheilpraktiker
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Thomas Braunsdorf
Tierheilpraktiker (Tätigkeitsschwerpunkt Vögel)
Lebensenergieberater Tier
Verhaltensberater Papageien

"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun."
(Oskar Wilde)
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