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Alt 15.12.2018, 20:20   #171
swift_w
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Zitat:
von Dodoma:

Artenwissen

Das musste mal drauf hingewiesen werden!

'Wie soll man sich für Arterhaltung engagieren, wenn man die Arten nicht kennt'.

- Bringt es auf den Punkt!

Deshalb sind Aktionen, wie 'Stunde der Gartenvögel' auch so wichtig.

Auch in meinem persönlichen Umfeld ist da eine Menge Unkenntnis, worüber ich mich richtig erschrecken kann. Da ist kaum Interesse, Kenntnisse zu verbessern. Wer liest schon Bücher über Vögel? Ist was für Verschrobene,

Gruß Martin
Hallo Martin und Mitleser,

so isses - interessiert ja alles nur viel zu wenige.

Man schützt bekanntlich nur das was man kennt und gern hat.

Wir arbeiten an Weiterbildung für die Allgemeinheit;
u.a. mit Aktionen wie "Stunde der Wintervögel" u. "Stunde der Gartenvögel";
naturkundl. Wanderungen; Besichtigungen von Kolonien der Flugkünstler.

VG
Swift_w
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steilwandige eierverlustarme Holznistmulde f. Mauersegler

Mauersegler-Ansiedlungen, leicht gemacht
Möglichkeiten für zügige Mauersegler-Ansiedlungen
einfach herstellbare Mauersegler-Nistmulde aus Holz; Fotos anklicken
Mauersegler-Nest-Bilder, Seglerkästen u. andere Nistkästen

http://www.mauersegler.klausroggel.de/index.htm

Geändert von swift_w (15.12.2018 um 20:24 Uhr)
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Alt 15.01.2019, 06:06   #172
Reuam Relges
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Ausrufezeichen Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht

Stiller Tod in den Nistkästen

https://www.merkur.de/lokales/erding...-11186874.html

Seglergrüße
R.R.
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Alt 16.01.2019, 01:34   #173
Bullwinkel
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Hallo Zusammen,


Das neue Insektengift Sulfoxaflor als Ersatz für einige verbotene Neonicotinoide steht in Deutschland kurz vor der Zulassung. Die Auswirkungen auf Insekten sind ähnlich verheerend.

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/20...hummeln-studie

Glyphosat als ultimativer Pflanzenkiller und damit der gesamten Nahrungskette wurde für weitere 5 Jahre zugelassen obwohl schon die Studie zur Unbedenklichkeit 2002 nachweislich von gekauften Wissenschaftlern bzw. von Monsanto selbst geschrieben wurde. Bei der neuen Studie wieder das Gleiche. Sowas geht ganz locker durch, Menschen Tiere und Naturschutz sind da scheißegal.

https://www.welt.de/wissenschaft/art...senschaft.html


Hier im Rheinland ist das Vogelsterben schon lange in der Endphase angekommen. Es ist extrem dicht besiedelt, jede naturnahe Fläche ist mittlerweile zugebaut und die Menschen sind weitgehend ignorant und nur noch konsumorientiert, tun mit ihren Schottergärten, Kirschlorbeer- und Zypressenhecken noch das letzte Schippchen auf das Grab der letzten einst häufigen Vogelarten. Jedes sanierte Haus wird ohne Ersatzmaßnahmen hermetisch verschlossen und für viel Geld mit diversen Vogelabwehrmaßnahmen versehen obwohl man fast keinen Vogel mehr sieht. Da steckt auch eine ganze Industrie dahinter, die auf Kosten der letzten Reste unserer heimischen Natur gute Kohle verdient. Die Menschen springen willig darauf an und geben lieber ein paar 1000 EUR aus, dass ihnen kein Sperling aufs Dach scheißt, den es schon lange nicht mehr gibt, als 30 EUR für eine Nisthilfe.

Wenn ich Besitzer von solchen Schotterwüsten mal anspreche bekomme ich neben Aggression häufig zu hören, dass ihnen Vögel völlig egal sind. Es ist also nicht nur die Industrie und die Landwirtschaft sondern viele "mündige Bürger" arbeiten fleißig am Niedergang der Natur mit.

Die meisten heute 20 jährigen haben tatsächlich in ihrem Leben keinen Sperling mehr in ihren Wohnumfeld gesehen und es ist ihnen völlig egal. Für stylische Natur fliegt man halt nach Neuseeland.

Diese Entwicklung wird sich eher noch verstärken sollte sie nicht durch eine große Krise aufgehalten werden.

Wir letzten paar Vogelschützer, vermutlich fast alle jenseits der 50, werden irgendwann abtreten wie die letzten Dinosaurier.

Hier ist noch eine gute Doku zum Thema.

https://www1.wdr.de/video-ausgezwits...-hin--100.html
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Liebe Grüße

Thomas
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Alt 16.01.2019, 20:41   #174
swift_w
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Ort: bei Gießen
Beiträge: 6.865
Hallo Thomas u. Mttleser,

danke für die interessanten Links u. Video.

Und wieder mal hast du "den Nagel auf den Kopf getroffen." :zwink:
Ja - jedes Gift hat leider seine speziellen Auswirkungen auf Natur u. Umwelt.

Bei uns in der abwechslungsreichen mittelhessischen Hügellandschaft geht's noch einigermaßen mit Artenvorkommen - aber sehr gut schon lange nicht mehr.

So sahen wir mit einigen Leuten bei einer Gemeinschafts-Aktion "Stunde der Wintervögel 2019" folgende "Besonderheiten":
1 Kernbeißer, 4 Gimpel, 2 Gartenbaumläufer; Trupp Erlenzeisige drüber fliegend;
ca. 10er-Trupps von Buchfinken u. dito Grünfinken an Futterstellen.
An Fallobst in Steuobstwiese mind. 8 Amseln;
an 3 Ebereschenbüschen mit vielen roten Beeren einige Wacholderdrosseln.
2 Mäusebussarde u. 1 Turmfalke hoch im Luftraum.
Als "Highlights" hoch fliegend 2 Kolkraben und vor allem 2 kreisende Wanderfalken ,
die ich auf Deutung einer Kollegin mit Fernglas eindeutig am Flugbild bestimmmen konnte.

Immerhin 6 Eltern mit 4 Kindern bei der Veranstaltung; 12 Erwachsene insgesamt.
Der Rest "drückte" sich trotz Werbung/Infozetteln - hat wahrscheinlich mehr Interesse an Fressgelagen und Sprücheklopfen.

Zitat:
von Bullwinkel:
Wir letzten paar Vogelschützer, vermutlich fast alle jenseits der 50, werden irgendwann abtreten wie die letzten Dinosaurier.
Ein paar wenige ab Mitte 20 haben wir ja in Vereinen und im VP.
Es dürften allerdings mehr werden - wir arbeiten daran.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

VG
Swift_w
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http://www.mauersegler.klausroggel.de/index.htm
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Alt 02.02.2019, 09:50   #175
Mathi
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Registriert seit: 05.2011
Beiträge: 19
Zitat:
Zitat von swift_w Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

umfangreiche Seite vom BUND mit verschiedenen Ursachen
- einschließlich der astronomisch vermehrten Hauskatzen - siehe

http://www.bund-rvso.de/vogelsterben-ursachen.html

Gruß
Swift_w
Katzen gab es schon immer. Ich habe auch 2. Die haben in den 10 Jahren einen Vogel (wahrscheinlich alt) gefangen).
Trotzdem brüteten bis vor 3 Jahren Hausrotschwänze und Meisen im Garten.

Die Gründe sind wie schon oft erwähnt, bei den Pestiziden/kaputter Natur zu finden. Die Probleme in der Nahrungskette übertragen sich von unten nach oben.

Ich hatte als Kind bei uns in der Stadt oftmals Frösche in einem Terrarium. Wenn ich die Füttern wollte, bin ich in den Garten gegangen, und habe an der Hauswand diverse Fliegen gefangen. Hat nur n paar Minuten gedauert.

Wenn ich jetzt im Sommer mein Elternhaus besuche, könnte ich lange nach Fliegen suchen. Ich habe seit meiner Kindheit, keine Einzige Fliege an der Hauswand mehr gesehen.

Jetzt stelle man sich vor man ist selber ein Vogel.

Die Ursachen sind so klar, aber man will ja der Industrie nicht an den Karre fahren.
Katzen und ähnliche Gründe sind nur Nebelkerzen um vom eigentlchen Problem abzulenken.

Wer mal im Sommer in den Alpen, fern ab von Agraflächen durch Wiesen mit den üblichen "Unkrautpflanzen" läuft, der sieht das es dort kreucht und fleucht.
Wo gibt es bei uns noch Naturwiesen. Die wenigen sind neben irgendwelchen Agrarflächen wo der Bauer die Wiesen mit Giften tränkt.

Anscheinend ist schon alles so vergiftet, das es bis in die städtischen Gärten reicht.
Mathi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2019, 11:49   #176
Dodoma
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Registriert seit: 06.2015
Beiträge: 1.094
Hallo Mathi,

Zitat:

Zitat:
Katzen gab es schon immer. Ich habe auch 2.
Hast ja recht, die gab es immer, in früheren Zeiten hatten die aber alle ein Zuhause.

Heute streunen in Köln 60.000, in Berlin 120.000, herrenlos herum.

Ich unterstütze Kastrationspflicht für Freigänger.

Gruß Martin
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Alt 04.02.2019, 08:14   #177
Alfred
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Registriert seit: 07.2003
Ort: 66... Saarland
Beiträge: 1.110
Zitat:
Ich unterstütze Kastrationspflicht für Freigänger.
Ebenfalls.
Und zusätzlich wäre ich für eine Katzensteuer mit Marke. Weniger wegen des Geldes sondern damit man den Halter ausfindig machen kann wenn was passiert oder so ein "Freigänger" einem laufend die Beete im Garten zuscheißt. Es ist nämlich äußerst unangenehm wenn man beim Gärteln laufend in die verbuddelten Dinger hinein faßt.
__________________
Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite
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