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Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

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Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Füchsin schrieb am 20.07.2014, 14:35:

https://ornithologie-goettingen.de/2006 ... lschutzes/
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Walter schrieb am 20.07.2014, 20:19:

Hallo Füchsin,

ich finde das recht interessant und natürlich gibt es bezüglich Ganzjahresfütterung auch
Gegenargumente. Als ich das Buch gelesen habe, war mir das schon klar. Manches ist vermutlich sogar ganz bewußt etwas polemisch dargestellt.

Speziell von Winterfütterung profitieren aber nicht nur die Allerweltsarten. Nur verpasst man die seltenen Arten meist, die sind ja oft nur einige Male im Jahr nur für wenige Minuten da.

Selbstverständlich gehört zur Fütterung auch ein entsprechendes Umfeld, das Sicherheit,
Brutmöglichkeiten und auch Futterpflanzen wie Apfelbäume, Wildrosen und Haselnußsträucher bietet. Wer einem Garten hat kann ja leicht dafür sorgen. Und wer die Natur sowieso vor der Haustüre hat, für den ist das auch kein Thema. Man muß die Vogeldichte einfach auf die gesamte Landschaft umrechnen. Ich habe hier in 3 Himmelsrichtungen nur Felder, wo sich außer einigen Ringeltauben, Feldlerchen und vielleicht gelegentlich einem Fasan kein Vogel aufhält. Da ist doch ein naturnaher Garten mit Futterstelle so eine Art "Hot Spot" für Wildvögel und nur ein Ausgleich für die Defizite der Kulturlandschaft. Viele Vögel ziehen ja genau aus diesem Grund in die Städte denn sie bieten ein besseres Nahrungsangebot, mehr Sicherheit und meist auch gute Brutplätze, auch wenn man sich manchmal wundert was Vögel alles als guten Brutplatz betrachten (da gab es
vor einiger Zeit im Fernsehen eine wirklich interessante Doku über Köln).

Bei mir ist jeden Herbst ein Tannenhäher da, und ein Raubwürger war auch schon mal am
Futterplatz (nicht wegen der Haferflocken sondern wegen der Mäuse die von den Haferflocken angelockt werden). Vor 2 Jahren war im Dezember ein Schwarm von geschätzten 50 Wacholderdrosseln da, die haben die restlichen Äpfel (geschätzte 50 Kg) in wenigen Tagen abgeräumt. Als alles verputzt war, sind sie weitergezogen.

Es gibt für alles ein Für und Wider, aber ich glaube bei der Ganzjahresfütterung überwiegen doch die Argumente die dafür sprechen.

Viele Grüße
Walter
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Gimpeline schrieb am 22.07.2014, 22:17:

Hallo,

ein zumindest interessanter Artikel, auch wenn sich das Für und Wider der Ganzjahresfütterung bei mir hier nicht wirklich klar erschlossen hat und ich den Artikel von daher nicht als wirklich hilfreich empfinde. Vielmehr drängt sich mir der Eindruck auf, dass hier auf die gegen die im Buch "Vögelfüttern - aber richtig" vermeintliche Kritik auf "gewisse Naturschutzverbände" reagiert wird und man einfach mal nur seinem Unmut darüber Luft schaffen bzw. eine Gegendarstellung produzieren wollte. Dies zudem auf eine doch wenig subtile Art und Weise.

Was also soll mir dieser Artikel sagen? Selbstverständlich ist doch jedem von uns klar, dass die Ursache für den "Vogelschwund" in unseren exploitierten Landschaften liegt, aber wie bitte schön sollen wir hier sinnvoll aktiv werden? Petitionen unterschreiben, demonstrieren? Oder doch lieber Vereine mit Geldern unterstützen, die damit Schutzflächen für einige wenige Vogelarten schaffen?

Machen wir uns doch nichts vor. Solange die Lobbyisten das Sagen haben, ist doch jedes Bemühen ein Tropfen auf dem heißen Stein. Neben der Landwirtschaft will ich hier nur auf ein anderes Beispiel hinweisen (ohne vom Thema abweichen zu wollen). Jaja, das Jobwunder Flughafen – da wird der umweltschädigende Sektor subventioniert und zum Schaden von Mensch und Tier mit künstlicher Nachfrage (19,- € Ticket - die braucht die Welt) gepusht.

Also, ich für meinen Teil verwende mein Geld daher lieber auf die Ganzjahresfütterung unter
Beachtung der gleichzeitigen Schaffung von Nistplätzen und (beschränkter - da nur Dachterrassen vorhanden) Bepflanzung der mir zur Verfügung stehenden Fläche. Hier habe ich zumindest das Gefühl, etwas zu bewirken.

Die Projekte der Verbände finde ich großartig, aber noch mehr würde ich mich über eine
Einflussnahme auf die Entscheidungsträger und entsprechende Medienarbeit, die breitere Massen erreicht, freuen, die eben nur ein Verband, aber kein Einzelner bewirken kann. Von daher finde ich, dass ein Buch, wie das von Prof. Berthold bedeutend "wirkungsvoller" als diesen (sorry - für mich) wenig zielführenden Artikel.

LG
Gimpeline
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Pandion schrieb am 24.07.2014, 01:13:

Soll nur ein Denkanstoß meiner Seits sein. Welche Arten sind denn wirklich ernsthaft gefährdet?

Ich habe kein Problem damit zu sagen das ich ein Winterfütterer bin, aber nichts mit der
Sommerfütterei am Hut habe.

Liebe Grüße von Silke :wink:
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Füchsin schrieb am 05.02.2017, 06:44:

Der Tierschutzverein hier hat keine Verwendung für gespendetes Vogelfutter und bringt es mir. So lerne ich Futtermittel kennen, die ich sicher nicht kaufen würde. Also um Missverständnisse auszuschliessen, das abgebildete Futter soll keine Empfehlung sein!
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Pandion schrieb am 05.02.2017, 13:53:

:eek::eek::eek: Ich fasse es nicht. Mir war und ist dieser Mann schon immer sehr suspekt. Naja und das was ich da eben gelesen habe, mach Ihn nicht sympathischer. :an::mecker:

Liebe Grüße von Silke :wink:
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Werder schrieb am 05.02.2017, 14:20:

Wenn dem so sein müsste , dann beisst sich die Katze fortan in den eigenen Schwanz . Traurig
.:wein:

Sein Titel mit Konterfei auf der Packung gegen ..... Pinke Pinke ?
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Werder schrieb am 05.02.2017, 14:36:

... vorschnell reingeschossen bin .

Sämtliche Bestandteile , Sämereien etc. müssten dann ja aus biologischen Anbau stammen . Der ganze Rattenschwanz eben ! :an: Das muss ich genau durchlesen .....
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

Werder schrieb am 05.02.2017, 21:41:

Ist jede Fütterung von Wildtieren , auch im Winter , ein Armutszeugnis . :mad:

Es, ja eben, müsste so sein : Genug Flächen für Pflanze Wildtiere und genau dahin steuern wir ja grad momentan nicht . Der Druck steigt seit Jahren .
Postfaktisch..... ! :an:
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Re: Denkfutter- Thema Ganzjahresfütterung

Beitrag von VP-Archivar »

PeMü schrieb am 07.02.2017, 05:34:

Hallo Füchsin,

was spricht denn gegen diese Futtermischung, abgesehen vom Konterfei?

Ist ganz ernst gemeint, muss demnächst nachkaufen.
Bio oder nicht Bio: Hmm, muss jeder selber wissen.
Andererseits wird auch in privaten Gärten oft so viel Giftzeugs "angewendet", macht mir mehr Bauchschmerzen.

Ganzjahresfütterung; Ja, darüber kann man sich streiten. Ich machs, seit Jahren, in Maßen (muss aber nicht) Habe da auch schon manchen Kopfschüttler für bekommen.
Sollte mich vielleicht doch der Mode anpassen, und den Garten in einen Kustrasenplatz, mit Zierkiesbeeten, schönen exotischen Pflanzen und so lebensfreude vermittelnden Granitsteelen umgestalten :(

Bezieht sich nat. nicht auf einen von Euch, aber was man da oft als Garten bezeichnet, ist auch traurig /ein Armutszeugnis. Da könnte man wirklich mehr tun, oder?
Und da nehme ich mich nicht aus, habe auch noch so sinnfreien Altbestand an Gewächsen.
imho schwieriges aber interessantes Thema.

Grüße ...
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