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FAQ Haltung Nymphensittiche

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VP-Archivar
Weiser Uhu
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FAQ Haltung Nymphensittiche

Beitrag von VP-Archivar »

Bettina schrieb am 01.07.2003, 11:21:

Erstmal allgemeines :
Nymphensittiche sind laut .Sie geben sehr schrille Laute von sich, flöten manchmal in einer Frequenz, die den Ohren weh tut. Nichts für lärmempfindliche Leute.
Sie brauchen auch bei Zimmervolirenhaltung täglich Freiflug .
Wer jetzt Angst um seine Zimmereinrichtung hat, Hände weg. Sie knabbern Tapeten, Bücher, Zimmerpflanzen an. Und sie machen wie jedes Haustier, viel Dreck. Wer ein hygienisch einwandfreie Wohnung haben möchte, Hände weg. Es fliegen Federn, Futterhülsen etc. herum.
So, alles keine Abschreckung? Dann kanns losgehen.
Als erster der Hinweis, Nymphensittiche sind Schwarmvögel
Da sich nicht jeder gleich einen Schwarm anschaffen kann, muß es ein Paar sein.. KEINE EINZELHALTUNG !!!!!
Einzeln gehaltene Vögel können sich zu Schreiern und Rupfern entwickeln. Paarweise gehaltene Vögel sind auch leiser. Nun kommt die Frage: die werden dann ja nicht zahm? Auch paarweise gehaltene Vögel können zutraulich werden, es dauert ein wenig. Vögel sind keine Kuscheltiere. Wer eines möchte, sollte sich lieber ein Stofftier anschaffen.
nun zum Käfig:
Er sollte die Mindestmaße pro Paar von 2,0 x 1,0 x1,0 haben. Auch bei Freiflug. Eine Querverdrahtung ist wichtig, da die Sittiche viel klettern. Noch eine Bermerkung zu runden Käfigen :
sie sind zu Vogelhaltung absolut nicht geeignet. Abgesehen von der Größe, es fehlt die waagerechte Verdrahtung. Auch sind keine Rückzugsmögllichkeiten vorhande, die Vögel haben auch in solchen Käfigen Orientierungsschwierigkeiten.
Am besten ist natürlich die Volierenhaltung geeignet. Eine Voliere selber zu bauen ist nicht so schwer, Anleitungen findet man im Internet.
Die Käfigeinrichtung:
Bitte keine Plastikstangen . Geeignet sind Naturäste ungiftiger Bäume. Die sind wichtig für die Fußmassage und die Krallenabnutzung. Auch werden sie gerne benagt, das ist wichtig für den Mineralhaushalt.
Ernährung:
in freier Wildbahn ernähren sich die Nymphensittiche von Gräsern und Sämereien. Hier füttert man am besten eine gute Großsittichmischung mit einem ganz kleinen Anteil an schwarzen Sonnenblumenkernen. Von Anfang an viel Obst und Gemüse täglich anbieten. Viele Nymphensittiche kennen diesen nicht, irgendwann nehmen sie es gerne. Ab und zu als Leckerei Kolbenhirse. Wichtig ist auch Keim-und Quellfutter anzubieten.
Noch etwas:keine fertigen Knabberstangen aus dem Zoohandel anbieten, die sind zu Zuckerhaltig und enthalten zuviel Zusatzstoffe. Auch nicht diese anderen Zusatzmittelchen, wie Mauser-,Sprechperlen, die nützen nur dem Handel und nicht den Vögeln.
Ein Mineralstein ist auch wichtig, für den Mineralhaushalt und die Schnabelabnutzung. Eine Sepiaschale die vorher gründlich gewässert werden muß, um das Salz auszuspülen, und Vogelgrit. Der Entweder über das Futter oder in den Vogelsand getreut wird. Apropos Vogelsand. Jetzt folgt das
Einstreu:
als Einstreu eigenet sich unter anderem Buchenholzgranulat. Bitte nicht ausschließlich Vogelsand. Den reicht man in extra Schalen, z.B. Tonuntersetzter für Blumen. Verwendet man ausschließlich Vogelsand, kann der Sittich zuviel davon aufnehmen. Der Kropf und Magen sind dann voll mit Sand, diese kann zu Entzündungen führen.
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