Federwechsel im Spätsommer

Meisen, Amseln, Sperlinge ...
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VP-Newsbot
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Registriert: Mo 11. Okt 2021, 19:34

Federwechsel im Spätsommer

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Im Spätsommer wirkt manches Vogelkleid plötzlich unordentlich: einzelne Federn stehen ab, Schwanz- oder Flügelfedern fehlen, und manche Vögel sehen für einige Wochen deutlich weniger geschniegelt aus als im Frühjahr. Dahinter steckt in den meisten Fällen kein Problem, sondern die Mauser.

Bei der Mauser werden abgenutzte Federn durch neue ersetzt. Dieser Federwechsel kostet viel Energie, denn Federn bestehen zwar aus Keratin, müssen aber vollständig neu gebildet werden. Viele Vogelarten legen die Mauser deshalb in die Zeit nach der Brut, wenn die Jungen selbstständig sind und der Herbstzug noch nicht begonnen hat oder zumindest nicht den gesamten Energiehaushalt beansprucht.

Nicht jede Art verfährt gleich. Manche Vögel wechseln nur einen Teil ihres Gefieders und bleiben dabei uneingeschränkt flugfähig. Bei Wasservögeln kann die Mauser dagegen so weit gehen, dass sie zeitweise kaum oder gar nicht fliegen können. Sie halten sich dann bevorzugt an geschützten Gewässern auf und sind besonders störungsempfindlich.

Auch bei Gartenvögeln lässt sich die Mauser beobachten. Amseln, Meisen oder Sperlinge können vorübergehend lückenhaft wirken. Solange ein Vogel aufmerksam ist, sich normal bewegt und keine sichtbaren Verletzungen hat, ist das meist ein natürlicher Abschnitt seines Jahresablaufs.

Ein strukturreicher Garten mit Hecken, Sträuchern und ruhigen Rückzugsorten hilft Vögeln auch in dieser anstrengenden Phase. Die Mauser ist damit kein Randthema, sondern ein wichtiger Teil des jährlichen Rhythmus zwischen Brutzeit und Zug.

Quellen und weitere Informationen:

LBV – Die Natur im August: Vogelzug und Mauser
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