Der Herbstzug findet zu einem großen Teil nachts statt. Viele Singvögel starten nach Einbruch der Dunkelheit und orientieren sich dabei unter anderem an Sternen, Landschaftsstrukturen und dem Erdmagnetfeld. Künstliches Licht kann diesen Ablauf stören.
Helle Fassaden, angestrahlte Gebäude, Leuchtreklamen und stark beleuchtete Glasflächen ziehen Vögel an oder irritieren sie. Besonders in Städten können ziehende Vögel dadurch ihre Flugrichtung verlieren, lange um Lichtquellen kreisen oder mit Hindernissen kollidieren. Das kostet Energie, die während des Zuges ohnehin knapp bemessen ist.
Aktuelle Naturschutzprojekte zeigen, dass bereits einfache Maßnahmen Wirkung haben können: Licht sollte nur dort und dann eingesetzt werden, wo es wirklich nötig ist. Nach unten gerichtete Leuchten, eine geringere Helligkeit, warmes Licht und zeitlich begrenzte Beleuchtung reduzieren die Belastung für die Tierwelt und sparen zugleich Energie.
Im privaten Bereich kann ein bewusster Umgang mit Außenbeleuchtung ebenfalls helfen. Bewegungsmelder statt dauerhaft eingeschalteter Lampen, abgeschirmte Leuchten und das Ausschalten unnötiger Dekorationsbeleuchtung sind kleine Maßnahmen mit nachvollziehbarem Nutzen.
Der Vogelzug verbindet Regionen und Kontinente. Gerade in den Zugmonaten kann die Nacht deshalb auch als Lebensraum verstanden werden, der nicht vollständig ausgeleuchtet werden muss.
Quellen und weitere Informationen:
BirdLife International – Lichtverschmutzung verringern und Vögel schützen
Licht aus für den Vogelzug
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- Registriert: Mo 11. Okt 2021, 19:34
Licht aus für den Vogelzug
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