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Ernährung der Prachtfinken Teil II

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Ernährung der Prachtfinken Teil II

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 09.04.2008, 19:11:

Weiße Mückenlarven

Erhältlich im Zoohandel oder Anglershop in gefrorenem oder lebendem Zustand.
Mückenlarven werden von vielen Astrilden sehr gern zur Aufzucht ihrer Jungen verwendet.

Lebend: auf Wasseroberfläche setzen
Gefroren: auftauen mit etwas Flüssigkeit in einem Futternapf

Bild: Frostpalette weiße Mückenlarvem aus dem Zoohandel
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil II

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 09.04.2008, 19:16:

Essigfliegen

Drosophilas

Frucht- oder Essigfliegen sind für den Astrildenzüchter ein ideales Aufzuchtfutter. Sie sind von allen Fliegenarten die nahrhaftesten, denn sie ernähren sich ausschließlich von Hefe, die sich in gärendem Obst bildet.
Drosophilas zieht man Idealerweise selbst in geeigneten Dosen. Schüttbehälter für Mehl oder Zucker sind ideal. Als Zuchtansatz wird ein Brei angerührt (erhältlich z.B. bei Fa. Nekton). Alternativ kann man auch einen Zuchtansatz in der Zoohandlung kaufen.
Aufpassen, bei Wohnungshaltung, das es sich um nicht flugfähige Exemplare handelt.
Zum Verfüttern stelle ich einen kleines Gefäß mit Drosophilas in die Zuchtbox. Das Gefäß hat einen Deckel mit Loch. In diesem Loch steckt ein dicker Grashalm. Die Fliegen klettern den Halm hinauf und werden oben schon von verfressenen Vögeln erwartet. Sobald sich die Astrilden an diese Futterquelle gewöhnt haben, ist die Fluchtchance der Stummelflügler gleich null.
Die Fliegen kann man auch auf Vorrat einfrieren und dann bei Bedarf auftauen.

Der Nährbrei kann auch selbst hergestellt werden. Man verwendet Apfel-, Pflaumen- oder anderes Obstmus, Tomaten, geriebene Möhren, kurz gesagt jede unter zu Hilfenahme von Hefe gärende Obst- oder Gemüsesorte. Diesem Mus wird zerkrümeltes Graubrot, Grieß oder Kleie sowie ein erbsengroßes Stück Backhefe zugegeben und zu einem dicken Brei vermischt.
Den Brei aber nur maximal 3cm dick in den Behälter einfüllen, da das Gemisch sonst fault.

Bild: Virata’s Drosophilazucht
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil II

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 09.04.2008, 19:24:

Buffalos

Die Larven des Getreideschimmelkäfers sind eine beliebte Nahrungsergänzung für Prachtfinken. Sie erinnern ein wenig an kleine Mehlwürmer, sind aber ungleich flinker. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor allem in der Wohnung nur gefrorene Exemplare aufzubewahren. Sonst habt ihr bald viele krabbelnde schwarze Mitbewohner.
Die Vermehrungsfolge gleicht der des Mehlkäfers, vollzieht sich aber schneller.
Zur Ernährung verwendet man Weizenkleie und Nährhefe. Als weitere Nahrung dienen geriebene Karotten und auch etwas Weizenmehl.

Buffalos, gefrostet von Firma Topinsect
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil II

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 09.04.2008, 19:31:

Mehlkäfer-Larven

Mehlwürmer
Mehlwürmer sind wohl das Standardinsektenfutter. Mehlwürmer gibt es in verschiedenen Größen. Bei meinen Tieren sind die Minimehlwürmer am beliebtesten. Allen Sorten gemeinsam ist, das sie nur frisch gehäutet (weiß) verfüttert werden sollten. Mehlwürmer durchlaufen 5 Häutungen bis sie volle Größe erreichen. Zur Fütterung wird Weizenkleie, Möhre, Brot oder auch Grünzeug (wie Löwenzahn) verwendet.
Da Prachtfinken sehr versessen auf die Würmer sind, meine Veilchenastrilde nehmen die Würmer schon fast aus der Hand, kann man sie verwenden um ungeliebte Zusatzstoffe wie Mineralpräparate oder Vitamine zu verabreichen. Einfach die Würmer mit etwas Zuckerwasser ansprühen, oder einen Tropfen Olivenöl verwenden und die Würmer dann in den Zusatzstoffen panieren. Das funktioniert bei den „verfressenen“ Prachtfinken wunderbar.

Mehlwürmern sollte man am besten mit Schutzmaske aussieben. Leider sind Mehlwurmkot und abgeschilferte Hautstücke recht allergen.

Bilder: Mehlwürmer groß / Mehlwürmer gehäutet / Mehlwürmer klein
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Geändert von dacky2000 (09.04.2008 um 19:58 Uhr) Grund: Ergänzung
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil II

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 09.04.2008, 19:33:

Pinky-Maden

Pinkies
Die Pinkies sind die Maden der Goldfliege. Sie schimmern rosa, daher ihr Name,
sie fassen sich weich an und sind sehr zappelig. Frische Pinkies haben eine blassrosa Farbe, ältere Pinkies werden in der Farbe kräftiger. Maden sollte man nach dem Kauf in speziellen Madendosen aufbewahren, diese haben Atmungsschlitze und sind in jedem Falle besser als die meist dicht verschlossenen Dosen in denen sie verkauft werden.
Pinkies sind zwar leicht zu bekommen, das sie in jeder Biotonne zu finden sind, es muss aber davon abgeraten werden diese Tiere zu verfüttern, wegen der Infektionsgefahr für unsere Vögel. Besser sind Insekten aus der Insektenfarm, da sie unter sauberen Bedingungen gezogen werden. Lebende Pinkies für dem Verfüttern kurz überbrühen und zerschneiden.
Ich verwende nur gefrorene Pinkies der Firma Topinsect. Die aufgetauten Pinkies mische ich unter das Aufzuchtfutter oder gebe sie in eine Schale mit etwas Wasser. Pinkies werden sonst sehr schnell trocken und zäh.

Pinkies, gefrostet von Firma Topinsect
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil II

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 09.04.2008, 19:36:

Wachsmottenlarven

Leckerbissen und Kalorienbomben gleichermaßen, so lassen sich Wachsmottenlarven am Besten beschreiben. Mottenlarven sind immer eine willkommene Abwechslung zu Grillen und Heimchen. Durch ihren hohen Fettgehalt sollten sie äußerst sparsam verwendet werden..
Wachsmottenlarven, gefrostet finden vor allem meine Tropfenastrilde lecker. Aufgrund der Größe gebe ich allerdings während der Aufzucht nur 2 pro Tag. Zum Verfüttern werden sie in Stücke geschnitten.

Bild: Wachsmottenlarven, gefrostet
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