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Ernährung der Prachtfinken Teil I

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VP-Archivar
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Ernährung der Prachtfinken Teil I

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 14.04.2008, 18:49:

Körnerarten

Die folgende Auflistung stellt die wichtigsten Futtersorten für unsere Prachtfinken vor, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Plata Hirse
Die am häufigsten vorkommende Hirsesorte. Besteht wie die meisten anderen Hirsesorten hauptsächlich aus Kohlenhydraten. Grobkörnige, glänzend gelbe Sorte, die aus Argentinien zu uns kommt. Handelsübliche Futtermischungen haben aus Kostengründen einen hohen Anteil an La-Plata-Hirse, da sie in der Regel die preisgünstige Hirsesorte ist.

Silberhirse
Samen von guter Qualität sind sehr weich. Wird dadurch, trotz des großen Formats, sehr gerne von Australischen Prachtfinken gefressen. Auch unter dem Namen Dakota- oder Weiße Hirse bekannt. Als halbreife Hirse in der Rispe, kann sie für den Winter eingefroren werden.

Mannahirse
Kleinkörnige orangerote Hirsesorte, die besonders für kleinschnäbelige Prachtfinkenarten geeignet ist.

Rote Hirse
Ist meist härter als die anderen Hirsesorten, sorgt in den Mischungen für eine einladende Farbe.

Japan Hirse
Die eiweißreichste Hirsesorte. Bräunlich graue Hirsesorte, die von zahlreichen Prachtfinken gern genommen wird und hervorragend zum Ankeimen geeignet ist.

Senegalhirse
Kleinkörnige Hirsesorte, daher vor allem für kleinere Exoten und Zuchtmischungen geeignet. Sehr viele Untersorten.

Mohair Hirse
Sehr feine Hirsesorte mit etwas rauer Schale. Es gibt sie in verschiedenen Farben. Als mehrfarbige Mohairhirse wird sie bei mir vor allen anderen Sorten gefressen. Eine der teuersten Hirsearten im Handel.

Rispenhirse
Samen der Rispenhirse sind zeitweise im Handel oder bei Getreidezuchtanstalten erhältlich.

Kolbenhirse
Kleinkörnige, rauschalige Hirsesorte, die in den Ähren belassen wird. Kolbenhirse wird von vielen Vögeln bevorzugt genommen und sollte deshalb rationiert gefüttert werden. Auch gequollen und gekeimt ein Hit. Sie kommt meist aus China oder Frankreich. Ich gebe der französischen Hirse den Vorzug, da die Chinesische oft mit Pestiziden behandelt ist.
Besser noch ist es die Hirse selbst anzubauen oder beim Hirsebauern in Deutschland zu kaufen. Kolbenhirse gibt es in rot und gelb jeweils fest oder locker.

Kanariensaat (Spitzsamen, Glanz)
Hauptbestandteil der meisten Samenmischungen, daher nicht nur für Kanarien. Gehört zur Familie der Gräser; Größe und Aussehen sind stark vom Herkunftsland abhängig. Ist in den südlichen Ländern ein Unkraut.

Perillasaat
Diese, aus Asien stammende Futtersaat, ist noch nicht so lange Bestandteil der Vogelernährung. Runde, hell- bis dunkelgraue Körner mit rauer Oberfläche.

Fonio Paddy
Durch Fütterung dieser natürlichen und schmackhaften Grassaat aus Uganda wird das Wohlbefinden der Vögel verbessert, sagt die Werbung J. Die angedichtete Wirkung gegen Kokzidiose halte ich für einen Marketing-Slogan, zumindest ist es nicht nachgewiesen. Durch die geringe Größe der Saat ist eine Fütterung nur an Vögel bis zur Größe von Kanarien, also für Exoten, Waldvögel.... sinnvoll. Fonio Paddy sollte separat gefüttert werden, da die Samenkörner, auf Grund ihrer feinen Struktur, bei Mischung mit anderen Saaten nach unten durchrieseln würden. Eine Überfütterung mit Fonio Paddy ist nicht möglich. Viele Züchter in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und auch Deutschland zeigen sich äußerst zufrieden mit diesem Produkt. Leider ist es sehr teuer und zur Zeit nicht erhältlich.

Geschälte Hirse
Im Reformhaus oder in größeren Futtermittelhandlungen erhältlich. Zur Herstellung von Eierhirse.
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Geändert von dacky2000 (14.04.2008 um 21:52 Uhr)
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil I

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 14.04.2008, 18:53:

Gräser

Pagima Green
Pagima Green ist eine sehr feine Grasart, die kleineren Vögeln sehr gut zu schmecken scheint. Die einzelnen Samen enthalten den vollen Keim und sollen gänzlich unbehandelt sein. Eine Keimprobe ist aber nicht möglich, da die Samen erst nach einem Jahr absoluter Trocknung keimen können. Die meisten Prachtfinken fressen dieses Futter sehr gern. Pagima Green ist sehr teuer, aber auch sehr ergiebig.

Paddy Reis
Ungeschälter Reis. Sehr gut verdaulich. Reisvögel (Paddas) und Lauchgrüne Papageiamadinen sind wild darauf. Wegen seines geringen Nährstoffgehaltes sollte er aber nicht ausschließlich gefüttert werden.

Knaulgras
Knaulgras ist ein leichter, bekömmlicher Leckerbissen der bei Prachtfinken nicht zur Verfettung führt. Ideal um Körnermischungen etwas weniger gehaltvoll zu gestalten.
Im Futterhandel zu erhalten oder selbst in der Natur zu sammeln.

Raygras
Auch Deutsches Weidelgras genannt. In halbreifem Zustand begehrt und gefrostet für das Winterhalbjahr ideal. Lolium perenne und Lolium multiflorum. Achtung! Es gibt auch zwei giftige Arten. (Lolium remotum und Lolium temulentum)

Rispengras
Diese Futterpflanzen sind besonders geeignet für die Aufzucht von Jungvögeln. Das Einjährige Rispengras, das Wiesenrispengras und das Waldrispengras wird außerdem gern zum Nestbau verwendet.

Honiggras
Das Behaarte Honiggras und das Wollige Honiggras sind mindestens genauso beliebt wie Rispengräser. Sie sind eine natürliche Bereicherung der Speiseplans. Idealerweise bindet man wie bei anderen Gräsern ein großes Bündel, welches in die Voliere gehängt wird. Seinen Namen hat es von dem süßlichen Geschmack.

Wildhirse
Hier wären vor allem die Hühnerhirse, Blut-Fingerhirse und die Grüne Borstenhirse zu nennen. Diese Arten lassen sich vor allem in Gärten und auf Äckern finden. Vor allem die Blut-Fingerhirse leistet bei der Eingewöhnung von Wildfängen gute Dienste.

Vogelmiere
Diese Pflanze gilt als das beste Grünfutter überhaupt Selbst in schneefreien Wintermonaten ist sie, bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt zu finden.

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Geändert von dacky2000 (14.04.2008 um 21:31 Uhr)
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil I

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 14.04.2008, 18:57:

Sonstiges

Katjang Idjoe (Mungbohnen)
Gehört zur Familie der Sojabohnen. Durch dessen gute Keimkraft vor allem in Keimsamenmischungen verwendet, auch für kleinere Vogelarten geeignet. Die Keime sind , genau wie die Sojasprösslinge, sehr eiweißreich. (Für Prachtfinken sind nur die Keime geeignet.)

Futter aus dem Nutzgarten
Möhren werden in geriebener Form vor allem mit Eifutter vermischt. Das natürliche Karotin unterstützt die Rotfärbung des Gefieders.
Gurken, vor allem die Schlangengurke sind für die Aufzucht von Prachtfinken von enormer Bedeutung. Sie enthält Mineralsalze, die vor allem für die Federbildung wichtig sind.
Petersilie kann ebenfalls Eifutter zugesetzt werden.
Chicoree ist eine gute, vitaminreiche Alternative für die Versorgung unserer Finken in den Wintermonaten.
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Re: Ernährung der Prachtfinken Teil I

Beitrag von VP-Archivar »

dacky2000 schrieb am 14.04.2008, 21:58:

Quellenangaben

Vogelfutterpflanzen - Hermann Schnabl
Wikipedia - Das Online-Lexikon

Bilder:
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Dr. Armin Jagel - Originalfotos unter http://www.ruhr-uni-bochum.de/boga/A...dkraeuter.html
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