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Katzenangriff auf Amsel

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VP-Archivar
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Katzenangriff auf Amsel

Beitrag von VP-Archivar »

Mauer--segler schrieb am 09.03.2013, 20:40:

Hallo zusammen,

gestern hat bei uns im Garten eine Katze eine der Amseln gefangen. Als wir
das gesehen haben, haben wir die Katze natürlich sofort verscheucht, die Amsel
bewegte sich aber nicht. Als wir den toten Vogel dann aufsammeln wollten,
zappelte sie noch etwas, war allerdings mehr tot als lebendig. Haben sie dann
erstmal in einen alten Käfig getan, jedoch konnte sie sich nicht auf den Beinen
halten und fiel immer wieder auf die Seite, dann sogar immer wieder auf den
Rücken. Über Nacht haben wir sie dann ins Haus gestellt. Sie lag jedoch
weiterhin die ganze Zeit auf dem Rücken. Wir waren uns eigentlich sicher, dass
sie die Nacht nicht überleben würde, doch entgegen unserer Erwartungen hat
sie sich heut morgen auf den Rücken liegend noch immer bewegt. Sie war
trotzdem immer noch schlecht zurecht. Wir wollten wie sogar schon erlösen.
Beim letzten Versuch sie im Freien aufzurichten hat sie es dann allerdings
geschafft, ein paar Meter zu hüpfen, und hat von den Vogelfutter unterm
Futterhaus genascht. Den Tag über war sie draußen unter den Gittern des
Käfigs und ist jetzt wieder im Haus, steht ruhig und dunkel. Sie hat auch
schon von den Haferflocken im Käfig welche gefressen, jetzt wollte ich wissen,
was wir ihr noch an Futter geben können.

Sie scheint offenbar eine Gehirnerschütterung oder ähnliches zu haben, kann
nur schlecht ihr Gleichgewicht halten (ich musste sie schon mehrfach wieder
hinsetzen). Beim Kampf mit der Katze hat sie alle ihre Schwanzfedern und
einen Teil ihrer übrigen Federn eingebüßt, hat aber keine kahlen Stellen.
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Re: Katzenangriff auf Amsel

Beitrag von VP-Archivar »

Alfred schrieb am 10.03.2013, 01:36:

Hallo,

Die Amsel muß dringend zum Tierarzt und Baytril gespritzt bekommen. Im Katzenspeichel sind Pasteurellen die für einen Vogel unbedingt tödlich sind wenn man kein Antibiotikum spritzt.
Da jetzt schon so viel Zeit vergangen ist weiß ich nicht ob die Amsel es trotz Spritze schafft. Normalerweise sind drei Tage schon zu lange hin. Man kann es nur versuchen.
__________________
Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite
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Re: Katzenangriff auf Amsel

Beitrag von VP-Archivar »

Mauer--segler schrieb am 10.03.2013, 11:28:

Die Amsel hat die Nacht leider nicht überlebt, echt traurig sowas
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Re: Katzenangriff auf Amsel

Beitrag von VP-Archivar »

Pandion schrieb am 10.03.2013, 11:59:

Hallo Mauersegler,

mit dem nächsten Vogel solltest Du ein wenig anders verfaren. So schwer verletzte Vögel sollten immer, wie Alfred schon schrieb, von einem TA behandelt werden.
Desweiteren bitte keine Vögel in Vogelkäfige. Denn für den Fall, das sie wieder auswilderbar werden, beschädigen sie sich das Gefieder am Käfiggitter und zum fliegen braucht ein Vogel nun mal ein unbeschadetes Gefieder.
So schwer verletzte Vögel bitte immer in einen Karton und/oder Katzentransportbox, leicht abgedunkelt und mit Küchenrolle auspolstern.
Bitte solche Vögel auch nicht Tagsüber in den Garten setzen. Der Vogel stand ja unter Dauerstreß, weil er merkte das er nicht fit war und nicht fliehen konnte und sich nicht vor eventuellen Freßfeinden verstecken konnte. So ein Vogel weiß nicht, das er unter dem Käfig halbwegs sicher ist.
Deshalb knallen ja Volierenvögel mit unter ja bei ihrer Flucht so hefig an die Volierengitter, das sie sich das Genick brechen. Weil sie ja nicht wissen können, das der Sperber ect. nicht in die Voliere kann.



Liebe Grüße von Silke
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Re: Katzenangriff auf Amsel

Beitrag von VP-Archivar »

klumpki schrieb am 10.03.2013, 12:36:

zusätzlich zur Ruhe in der Box und Antibiose bitte das Trinkwasser mit Vit. B Komplex versetzen, nach Katzenatacke können Nervenprellungen der Wirbelsäule voliegen, die durch diese "Nervenvitamine" schneller wieder vergehen.

Wildvögel versterben häufig durch den Schock des Gegriffen werdens durch den Beutegreifer. Durch menschliches handling vedoppelt sich der dieser Stress noch zusätzlich, ein weiterer Beutegreifer für den Vogel, er weiß ja nicht, dass wir ihm helfen wollen.

Auch häusliche Geräusche und die Sicht in ein Wohnzimmer und auf Menschen z.B. können den Stress noch erhöhen. Schwache vögel nur abgdunkelt unterbringen, genesende in der naturnah eingerichteten Box mit Versteckmöglichkeiten ans Fenster stellen mit Blick in den Garten, oder auf den Balkon. Gerade bei panischen Amseln habe ich da gute Erfahrungen machen können.
__________________
Viele Grüße aus der Rhön

Monika
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