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Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

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Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

Beitrag von VP-Archivar »

Werder schrieb am 09.12.2014, 18:28:

Die Problematik ist Vielen so unangenehm , dass die Frage schon Tabu ist .
Ich tu es trotzdem anwerfen , deswegen : .
Wer schon einen Segler von Hand aufzog der weiss welche Mühen und Kosten das mit sich bringt . Gleichzeitig ist der Erfolg von diesem unnatürlichen Aufwand schwer abzuschätzen .
Pro Aufwand für eine Handaufzucht könnte man - ich setz mal ein - 10 geeignete , nachhaltige Nistkästen montieren . Ferner können von geschulten sachkundigen
Betreuern Jungsegler darin zugesetzt werden die dann natürlicher aufwachsen . Es ergäbe sich ein positiver Schneeballeffekt .
Allen Beteiligten wäre damit besser geholfen .
Dass dem so ist , ist auch mit ein Grund weshalb Seglerstationen von staatlicher Seite so stiefmütterlich behandelt werden .
Solange Pflegestationen sich nicht kritischer mit dem eigenen Tun auseinandersetzten wird das deshalb leider auch so bleiben .

Luft holen ! Denken ! Tippen ! Danke !
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Alpenseglergruss Markus
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Re: Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

Beitrag von VP-Archivar »

Sylvi schrieb am 10.02.2015, 08:08:

Ich hatte es schon versucht, Jungsegler in einen Nistkasten zu setzten, aber das ging schief, er war nach einer Woche, wohl 3x gefüttert worden, magerte ab, ich würde es nicht noch mal machen.
Er hat es geschafft, aber es blieben Gefiederschäden zurück, wegen Mangelernährung.
Man muß einen genau gleichaltrigen Segler haben, was fast unmöglich ist.
In der Theorie klingt es sehr einfach, in Praxis aber nicht von Erfolg geköhnt
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Re: Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

Beitrag von VP-Archivar »

Werder schrieb am 10.02.2015, 22:19:

Das Zusetzen von Seglern ist ....
.....wie das Aufpäpeln wohl " Expertenfach " gleichermassen .
Unter kundiger Anleitung erlernbar so man Willens ist und sich die Voraussetzungen schaft . Ansonsten gilt bei beiden : Hände weg , Segler abgeben !
In einer mir bekannten nahen Kolonie wurden pro Saison vom Betreuer bis zu 70 Segler zugesetzt . Wer hätte diese zu welchen ökologisch unsinnigen Nebenefekten aufgezogen ?
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Re: Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

Beitrag von VP-Archivar »

Kadl schrieb am 17.03.2015, 17:39:

Also ich habe schon öfter von gefundenen Jungseglern gehört, welche erfolgreich in Nester zugesetzt und vom dortigen Paar großgezogen wurden. Selbst ein, einem seit Jahren aus wohl biologischen Gründen nachwuchslosem Paar, in den Kasten gesetzter Jungsegler wurde von diesem aufgezogen. Theoretisch wäre das wohl immer die bessere Lösung. Nur an geeigneten, also einsehbaren und zu erreichenden Nistplätzen in ausreichender Anzahl besteht halt ein riesen Mangel.

Gruß

Kadl
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Re: Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

Beitrag von VP-Archivar »

Jonathan Swift schrieb am 08.07.2015, 15:22:

Zitat:
Zitat von Kadl Beitrag anzeigen
Also ich habe schon öfter von gefundenen Jungseglern gehört, welche erfolgreich in Nester zugesetzt und vom dortigen Paar großgezogen wurden. Selbst ein, einem seit Jahren aus wohl biologischen Gründen nachwuchslosem Paar, in den Kasten gesetzter Jungsegler wurde von diesem aufgezogen. Theoretisch wäre das wohl immer die bessere Lösung. Nur an geeigneten, also einsehbaren und zu erreichenden Nistplätzen in ausreichender Anzahl besteht halt ein riesen Mangel.

Das ist auch das, was wir mit den Küken machen, die bei extremer Hitze (wie letztens wieder) aus den Nestern fallen. Wir haben hier eine sehr große Kolonie mit theoretisch 51 Brutplätzen, die allerdings nicht alle belegt sind.

Wir sammeln die abgestürzten Küken ein, schauen, ob sie verletzt sind, versuchen das ungefähre Alter zu ermitteln (Gewicht, Gefiederentwicklung etc.). Wenn sie "frisch" abgestürzt sind, sind sie meist in gutem Ernährungszustand, gut (bei Hitze manchmal ZU gut) temperiert und "wach". Wir versorgen sie dann mit Wasser und versuchen sie möglichst in das ursprüngliche Nest zurückzusetzen.

Sind die Küken also, soweit sich das beurteilen lässt, ok, geht es möglichst bald zurück ins Nest. Die Küken, die wir wieder zurücksetzen, waren bis dato rund 15 bis ca. 30 Tage alt.

Bis jetzt haben wir nicht beobachten können, dass diese Küken wieder rausfliegen, auch keine Fliegen etc. rund ums Nest. Was allerdings keinen wirklich sicheren Aufschluss darüber gibt, ob die Methode wirklich funktioniert, da wir die Nester nicht von innen beobachten können.
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Re: Sinn und Unsinn der Seglerhandaufzucht , Rehabilitation von Seglern

Beitrag von VP-Archivar »

Jonathan Swift schrieb am 08.07.2015, 15:51:

Zitat:
Zitat von Jonathan Swift Beitrag anzeigen
Bis jetzt haben wir nicht beobachten können, dass diese Küken wieder rausfliegen

Ich meine natürlich rausFALLEN. Dass sie später rausFLIEGEN, ist natürlich zu hoffen
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