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Nistkastenkamera mit Raspberry PI

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VP-Archivar
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Nistkastenkamera mit Raspberry PI

Beitrag von VP-Archivar »

RalfZ schrieb am 18.04.2017, 08:58:

Hallo zusammen,

hier meine Erfahrungen und Tipps für alle, die am Betreiben eines RaspberryPI mit Kamera interessiert sind.
Vornweg möchte ich sagen, dass dieses System keine Komplettlösung für alle möglichen Belange darstellt, sondern ein Bastelset, welches aber an profesionelle Lösungen ziemlich nah heranreicht. Die Software dazu ist das "motionEyeOS". Ein selbstständiges und freies Betriebssystem auf Linuxbasis.

Zuerst sollte man sich überlegen wie die Platzverhältnisse, die Stromversorgung und die Wetterfestigkeit des möglichen Kamerastandortes ist. So viel wie ich weiss, gibt es für den Raspberry noch kein wasserdichtes Gehäuse und für die Kamera erst recht nicht.

Aufrund der Größe des Raspberry von 10 x 6 x 2,5cm (im Gehäuse) eignet er sich für die Installation im Kasten und dank des Flachbandkabels auch an einer wettergeschützten Stelle außerhalb. Die Stromzufuhr geschieht über ein handelsübliches 5V-Netzteil (Handyladegerät).

Die folgenden Links dienen nur der Information was Ihr braucht und sind keine Kaufempfehlung für diese Anbieter:

Hardware:

Raspberry PI 3 Platine (ist WLAN schon integriert) (Link nicht mehr verfügbar)
Raspberry Pi Camera Module, Fisheye Lens, Wider Field of View, Supports Night Vision, Raspberry Pi Camera (H) (Link nicht mehr verfügbar)
Flachbandkabel (das Originale könnte zu kurz sein) https://www.reichelt.de/de/de/raspberry ... TUBbw&&r=1
Gehäuse (am besten eins mit Flachbandkabelschlitz) (Link nicht mehr verfügbar)
5V Netzteil https://www.reichelt.de/nicht-mehr-lief ... berry&&r=1
Micro SD Karte 8GB (diese dient als Festplatte für das Betriebssysten) https://www.reichelt.de/microsdhc-speic ... %2Bgb&&r=1

Software:

motioneyeos-raspberrypi3-20170329.img.gz https://github.com/ccrisan/motioneyeos/releases (auf die richtige Version achten!)

Die Software liegt als Image vor. Datei mit 7zip (gibts hier: http://www.7-zip.de/) entpacken und das entpackte Image (Installationsdatei) mit Win32Diskimager (gibts hier: https://www.heise.de/download/product/w ... ager-92033 ) vom Computer auf die MicroSD schreiben.
Danach die MicroSD sicher entfernen und in den Slot des Raspberry schieben.

Wenn alles zusammengesteckt ist könnt Ihr das Netzteil anschließen. Jetzt fährt der Raspberry mit Kamera hoch.
Jetzt müsst ihr in Eurem Router nach dem neuen Gerät (also nach der IP) suchen. Das heisst, Euer Router (WLAN) muss so konfiguriert sein, dass er neue Geräte zulässt. Falls das über WLAN nicht auf Anhieb klappt, zieht nochmal den Netzstecker des Raspberry und verbindet ihn erstmal mit einem LAN-Kabel direkt mit dem Router. Raspberry wieder starten und jetzt müsste in der Liste neuer Geräte in Eurem Router eien neue IP oder ein Eintrag in der Art "meye-936231a" erscheinen. Das ist der Raspberry mit Kamera. Draufklicken und es erscheint eine Anmeldemaske mit Eulenkopf im Hintergrund. Nun bei Benutzernamen "admin" eingeben und das Passwortfeld frei lassen. Nun erreicht Ihr die Administrationsoberfläche der Kamera und könnt Eure WLANzugangsdaten eingeben. Danach funktioniert es über WLAN.

Noch paar Links:
https://kamera-im-vogelhaus.de/nistkast ... pberry-pi/
https://www.thomas-wedemeyer.de/elektro ... Nistkasten

Wer Fragen hat gern...

Viele Grüße
RalfZ
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Re: Nistkastenkamera mit Raspberry PI

Beitrag von VP-Archivar »

Seglerwahn schrieb am 18.04.2017, 09:51:

Hallo RalfZ,

Deine Beschreibung ist sehr ausführlich, dennoch für den Unbedarften denke ich eine Herausforderung.

Was hälst du von den einfach installierbaren IP Kameras, wie zb. die Ausdom S2 oder eine von Dlink, in der Preisklasse von um die 50 Euro? welche von den Abmessungen her Vogelhaustauglich sind.

Grüße
Max
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Re: Nistkastenkamera mit Raspberry PI

Beitrag von VP-Archivar »

RalfZ schrieb am 18.04.2017, 10:08:

Hallo Max,

ich weiß Klingt nicht ganz einfach. Ist es aber letztendlich
Ich hatte bei den einfachen IP kameras immer das Problem der Nähe zur Nistmulde. Die Teile sind so kofiguriert, dass sie einen normalen Raum erfassen. Beim Nistkasten bin ich bei einer Entfernung von 20-30cm. Da haben die Handelsüblichen meist nicht mehr scharf abbilden können.
Die andere Seite ist bei diesen ""cloudbasierten"" Systemen, dass Du Deine Daten, Deine Bilder, vielleicht noch die Wohnung, irgend jemand auf der Welt (meistens sind es die Hersteller der Kamera und cloudbetreiber) zur Verfügung stellst. Die können damit alles machen was sie wollen, incl. das was Du eigentlich überwachen willst, mit ansehen.
Mit der einfachen Bedienung und Konfiguration gibst Du halt Deine (oder die der MS) Privatshäre auf.
Ich habe so ein Teil auch schon ausprobiert. Man kann gar nicht mehr einstellen wo man seine Daten ablegen will. Man ist an diese Cloud gebunden. Das finde ich datenschutzrechtlich sehr problematisch.

Viele Grüße
RalfZ
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Geändert von RalfZ (18.04.2017 um 10:13 Uhr)
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Re: Nistkastenkamera mit Raspberry PI

Beitrag von VP-Archivar »

Seglerwahn schrieb am 18.04.2017, 12:36:

Hallo RalfZ,

die Ausdom S2 kenne ich, diese hat einen manuell einstellbaren Fokus.

Das Problem mit der Sicherheit solcher Ip Kameras ist bekannt, da hätte auch ich bezügl. der Überwachung im privaten häuslichen Bereich bedenken.

Im Nistkasten allerdings wäre dies für mich kein Hindernis solch eine Cam einzusetzen.

Grüße
Max
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Re: Nistkastenkamera mit Raspberry PI

Beitrag von VP-Archivar »

RalfZ schrieb am 18.04.2017, 21:23:

Nahmd,

Es soll bitte nicht der Eindruck entstehen, ich nötigte jemanden dieses System zu benutzen. Ich schrob einfach nur meine Erfahrung auf.

Ubrigens kann man auch alle gängigen USB-Cams anschließen und über motionEye steuern.

Und, es wäre besser, nur die Kamera in den Kasten zu hängen. Durch das Flachbandkabel ist es ja kein Problem. Meine Erfahrung ist, dass ich im Kasten (2cm OSB Platten) keinen WLAN-Empfang mehr hatte.

Viele Grüße
RalfZ
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Geändert von RalfZ (18.04.2017 um 21:27 Uhr) Grund: ist mir noch eingefallen
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Re: Nistkastenkamera mit Raspberry PI

Beitrag von VP-Archivar »

Seglerwahn schrieb am 18.04.2017, 22:42:

Hi RalfZ,

ich jedenfalls finde deine Tipps sehr ausführlich und hilfreich. Ich hoffe mein Nachfragen hat dich nicht zu arg irritiert.
Also genötigt habe ich mich zu keiner Zeit gefühlt. Zudem sind Hilfen und Erfahrungen zu diesem Thema ohnehin eher selten, somit also um so wertvoller.

Grüße
Max
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