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Knemidokoptes-Räude (Fußräude, Kopfräude, Kalkbeinkrankheit)

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VP-Archivar
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Knemidokoptes-Räude (Fußräude, Kopfräude, Kalkbeinkrankheit)

Beitrag von VP-Archivar »

Doriwi schrieb am 23.10.2006, 16:58:

Die Knemidokoptes-Räude befällt vor allem die unbefiederte Haut von Vögeln inklusive der Schuppenhaut der Ständer. Erreger sind Räudemilben vor allem der Gattungen Knemidokoptes und Neoknemidokoptes.

Die Milben bohren sich durch die Haut und verursachen dadurch einen Reiz, der zu übermäßigem borkigem Hornwachstum führt. Die Krankheit kann punktförmig oder flächenhaft auftreten.
Beim Ziegensittich treten abweichend Hautrötung und Federausfall, v. a. am Kopf, auf.
Knemidokoptesmilben befallen vor allem Hühnervögel (Kalkbeinkrankheit), Papageienvögel und etliche Wildvogelarten.

Mitunter kann die Krankheit mit dem Befall mit Federlingen der Gattung Epidermoptes verwechselt werden (siehe "Parasiten des Gefieders").

Die Therapie besteht aus einer vorsichtigen Entfernung der Hautwucherungen, möglichst durch Einweichen in Seifenlösung.
Anschließend ein Akarizid (Milbenmittel) auf die veränderten Hautbezirke aufbringen. Sehr gut wirkt auch Ivermectin vom Tierarzt (Vorsicht: Tödlich für Stieglitz und Gimpel!)
In 14-tägigen Abständen wiederholen.

Knemidokoptes mutans (Kalkbeinmilbe)
=> Hühnervögel
=> an den Ständern (Kalkbeinkrankheit): Borkenbildung, Juckreiz

Knemidokoptes jamaicensis
=> Kanarienvögel, einheimische Singvögel
=> an den Ständern (Fußräude)

Knemidokoptes pilae
=> Papageienvögel
=> Kopf (Schnabelspaltwinkel, Schnabelbasis, Wachshaut, Kehlflecke, Augenlider) (Kopfräude, Schnabelschwamm)
=> später werden auch Kloakengegen, Brust, Flügel, Ständer befallen (Generalisierung)
=> selten ausschließlich an den Ständern

Knemidokoptes profilicus
=> Gänse
=> Umgebung von Schnabel und Augen, taubeneigroße Knötchen
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