Störche allgemein

Serra
Küken
Beiträge: 27
Registriert: Mo 29. Sep 2025, 14:20

Störche allgemein

Beitrag von Serra »

Guten Abend,
in Alfeld habe ich am 3.3.2026 einen Fremdstorch mit einem Knickbein gesehen. Ich bin etwas ratlos, wie ein solches Knickbein entstehen kann, schon im Ei oder durch eine Verletzung?
Alfeld_Storch mit Knickbein.png
Alfeld_Storch mit Knickbein1.png
Quelle: https://www.youtube.com/@DNA-eV

VG Serra

Hallo Andreas, ich wusste nicht wohin mit diesem Beitrag. Hier steht und andere Störche. Vielleicht ein allgemeines Thema eröffnen.

Edit (Andreas): Hallo Serra, das ist eine gute Idee. Ich habe dafür mal den Thread "Störche allgemein" aufgemacht.
sachsenstorchuwe
Feldspatz
Beiträge: 34
Registriert: Mo 5. Jan 2026, 21:11

Re: Störche allgemein

Beitrag von sachsenstorchuwe »

Guten Abend liebe Adelheid ,
Vielen Dank für Deine Nachricht und die Fotos .
Das sieht ganz nach einer ehemaligen Verletzung aus .
Man glaubt gar nicht , was manche Störche für Beinverletzungen erleiden, oft durch Leitungsanflüge oder Kollisionen mit Fahrzeugen oder Landwirtschaftlichen Maschinen und wie hart die Tiere derartige Verletzungen überleben.
Wie lange ist natürlich die zweite Frage .
Ich such mal ein paar Beispiele heraus.
sachsenstorchuwe
Feldspatz
Beiträge: 34
Registriert: Mo 5. Jan 2026, 21:11

Re: Störche allgemein

Beitrag von sachsenstorchuwe »

Dieter Wend hatte 2012 in einem rastenden Nahrungstrupp bei Gordemitz nördlich von Leipzig einen Storch mit ähnlicher Verletzung auf einem Schlafbaum fotografiert .
2 Fotos
In Klossa bei Jessen hat 2019 ein Storch erfolgreich gebrütet , der auch vermutlich eine frühere Beinverletzung hatte .
das Foto mit Nachwuchs ist von von Karl-Heinz Michaelis dem leider schon früh verstorbenen Wittenberger Kreisbetreuer
Dateianhänge
Klossa -Beinverletzter .jpg
Klossa -Beinverletzter .jpg (67.9 KiB) 181 mal betrachtet
HK 867-B2.jpg
Schlafbaum B1.jpg
Klossa 2.jpg
Serra
Küken
Beiträge: 27
Registriert: Mo 29. Sep 2025, 14:20

Re: Störche allgemein

Beitrag von Serra »

Hallo,

ich habe mal recherchiert zu: Einfluss von Frost auf das Brutgeschehen.

Folgendes lieferte Google:
Bei Störchen ist Frost in den ersten Tagen der Brutzeit weniger schädlich als in den letzten Tagen vor dem Schlüpfen.

Erste Tage (Anfang der Brut): Frisch gelegte Eier bzw. Embryonen in der frühen Entwicklungsphase sind kälteresistenter. Sie können eine Phase der "suspendierten Entwicklung" durchlaufen, in der der Embryo bei niedrigen Temperaturen (über dem Gefrierpunkt) in einer Art Ruhephase überlebt, ohne Schaden zu nehmen.
Letzte Tage (vor dem Schlüpfen): Je weiter der Embryo entwickelt ist, desto mehr Wärme benötigt er. Frost in der Endphase führt schnell zu Kälteschäden und zum Absterben, da der fast fertige Jungvogel seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren kann.

Wichtige Faktoren:
Kälteempfindlichkeit: Eier, die auf Temperaturen nahe oder unter -2°C abkühlen, gefrieren, was zum Tod des Embryos führt.
Wetterereignisse: Störche können extreme Kälte überstehen, aber Frost während der Brutzeit kann den Bruterfolg erheblich mindern.
Nestschutz: Die Eltern können Eier für kurze Zeit (oft einige Stunden) unbewacht lassen, ohne dass die Embryonen sofort sterben, besonders wenn das Nest gut gepolstert ist.

In diesem Jahr wurden schon zeitig Eier gelegt, am 14.3. in Hungen und Bislich, am 15.3. in Alfeld und Windsbach (diese Nester beobachte ich u.a.). Dann kam eine Kälteperiode, die noch bis morgen reichen soll. Wir werden beobachten können, wie sich der frühe Termin der Eiablage auf den Bruterfolg auswirkt. Vielleicht geht auch Alles gut aus.

Eine Eiablage Ende März bis Mitte April scheint aber für den Bruterfolg günstiger zu sein.

VG Serra