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Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

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Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

Beitrag von VP-Archivar »

Benno schrieb am 20.10.2016, 19:11:

Hallo!

Ich habe vor Kurzem schon einen Beitrag eingestellt in dem es um ein krankes Dompfaff-Weibchen ging das dann leider gestorben ist.

Ich habe danach den ganzen Futterplatz (ich habe einen Ständer mit mehreren Futtersilos dran und unten noch ein paar Schüsselchen mit Körnern und Wasser - alles steht auf einer betonierten Fläche) mit heißem Wasser geschrubbt, die Häuschen und Schüsselchen gründlich ausgewaschen und neu befüllt (das mache ich auch regelmäßig, bzw. den Boden säubere ich täglich, sowie auch das Wasserschüsselchen). Ich kaufe auch immer gutes Futter.

Ich wohne seit eineinhalb Jahren hier. Letzten Herbst waren es noch weniger Vögel die zu mir kamen. Dieses Jahr konnte ich viel Jungenaufzucht beobachten und auch so kommen viele verschiedene Arten zu der Futterstelle. Mehr Erfahrung, als die die ich mir angelesen habe, habe ich mit Vögeln leider noch nicht.

Weshalb ich nun schreibe ist, dass ich kurz nach dem Tod der Dompfaff-Dame ein Dompfaff-Männchen beobachten konnte mit ähnlichem Verhalten wie der Dame die gestorben ist. Heute lag er dann auch tot neben einem Futterschüsselchen. Und wenn ich nun so auf meine Terrasse schaue befürchte ich, dass morgen noch ein totes Dompfaff-Männchen dazukommen wird. :-(

Beide vorher gestorbenen hatten zum Schluss Durchfall und waren ziemlich abgemagert.

Nun stellen sich natürlich einge Fragen:
Mache ich irgendwas falsch?
Oder ist es vielleicht nicht ungewöhlich das durch die "natürliche Auslese" manchmal mehrere Vögel sterben - vielleicht gerade auch im Herbst?
Warum betrifft es nur die Dompfaffen?

Kann ich irgendwas tun, oder muss ich irgendwas verändern?
Stecken sie sich bei mir vielleicht gegenseitig an?

Ich wäre Euch sehr dankbar für eine Antwort.

Benno

PS: Ich schicke mal noch ein Bild mit von der Futterstelle.
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Re: Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

Beitrag von VP-Archivar »

Elch schrieb am 21.10.2016, 10:56:

Hast du die Möglichkeit eventuell die Vögel untersuchen zu lassen? Frag doch mal bei deiner örtlichen Nabu Gruppe, denn im Moment soll man ja tote Amseln z.B. auf Usutu-Viren untersuchen lassen. Warum nicht auch Gimpel? Wenn dabei was anderes gefunden würde, hättest du zumindest Klarheit.


War das Futter immer das gleiche? Kann da etwas verdorbenes bei sein?
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der Elch
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Re: Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

Beitrag von VP-Archivar »

Benno schrieb am 21.10.2016, 17:01:

Hallo Elch,

danke für Deine Antwort.
Also bei Nabu werde ich mich einmal informieren. Danke für den Hinweis.
Leider habe ich die Vögel mittlerweile schon "entsorgt". Aber, sollte noch einer dazukommen, was ich nicht hoffe, dann ist das auf jeden Fall ein guter Hinweis. Und sicherlich auch gut, wenn ich mich vorher schon informiert habe wo ich ihn hinbringen könnte.

Ja, das Futter ist immer dasselbe.
Ich achte immer sehr darauf, wenn ich daraus etwas entnehme, dass es noch gut ist (also vom Geruch, Aussehen, usw.).
Und ich kaufe auch kein Billigfutter und keine Mischungen.
Außerdem wechsle ich das Futter in den Silos auch regelmäßig aus.
Die Schüsselchen auf dem Boden wechsle ich, wie gesagt, täglich.
Aber dazu die Frage: wenn es am Futter liegen würde, müssten dann nicht auch andere Vogelarten krank werden?
Ich habe hier so einige: Blaumeisen, Kohlmeisen, Grünfinken, Buchfinken, Heckenbraunellen, Eichelhäher,...

Benno
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Re: Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

Beitrag von VP-Archivar »

Sigg schrieb am 21.10.2016, 18:38:

Nun haben Futterstellen auch Nachteile, weil sich dort alle Vögel versammeln....Gesunde und auch Kranke. Ergo sind hier auch schnell Krankheiten auf gesunde Vögel übertragen, weil ja auch alle in der unmittelbaren Umgebung ihren Kot absetzen, der ja vielfach als Übertragungsfaktor gilt.
Das läßt sich nun mal nicht vermeiden. Man kann ja die Betonflächen täglich abspritzen, aber damit lassen sich Übertragungen von Krankheiten nur bedingt vermeiden.
Entscheidend wären Futterstellen, die von oben geschützt sind, gegen Regen etc..
Insbesondere wenn Futtersorten Bäckereierzeugnisse beinhalten, welche bei Nässe schon mal verderben können und solch ein Problem auch in Gang setzen.
Ergo sollte man sich nur auf reine Körnerfütterung beschränken.
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Re: Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

Beitrag von VP-Archivar »

Benno schrieb am 21.10.2016, 20:39:

Hm, also ich füttere Sonnenblumenkerne (ungeschählt, geschählt, gehackt), Erdnüsse, Meisenknödel (im Knödelhalter, die ich auch, je nach Wetterlage ein mal wöchentlich auswechsle, auch wenn sie noch nicht aufgebraucht sind. Die Futtersilos sind vor Regen geschützt (also aus Kunststoff mit Deckel).
In den Schüsselchen befindet sich eine kleine Mischung aus Körnern, Haferflocken, Nüssen und Rosinen. Die Schüsselchen stehen unter dem Dachvorsprung und kann daher nicht nass werden. Außerdem wechsle ich auch das täglich aus und wasche eben auch die Schüsselchen aus.

Ist da etwas dabei das ich lieber lassen sollte?

Und, ist es möglich, dass sich nur eine Vogelart ansteckt?
Die anderen Arten, außer den Gimpeln, scheinen ja nicht betroffen zu sein.
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Re: Vogelsterben? Nicht ungewöhnlich? Oder meine Schuld???

Beitrag von VP-Archivar »

Sigg schrieb am 22.10.2016, 11:09:

Normalerweise bekommt man die kranken Vögel gar nicht zu Gesicht, die Natur beseitigt die Tiere, krank oder geschwächt innerhalb von Stunden.
Es ist eher Zufall, das man es wie bei dir, sieht!!
Vor einigen Jahren sah ich 2 Feldsperlinge, wohl das Paar welches in Nachbars Garten gebrütet hatte im November aufgeplustert auf dem Rasen, nach Futter suchend.
Dann sah ich sie nicht mehr, als ich 2 Tage später die Nistkästen reinigte, lagen beide Vögel tot und vollkommen abgemagert im NK, den sie wohl immer als Schlafplatz benutzten.
Ergo war es Zufall, das ich sie gefunden hatte. (zu 99% Kokzidien)
Damit war die Population der FS hier für die nächsten Jahren ausgelöscht, es wanderten keine mehr zu.
Im vorigem Jahr sah ich Jungstare, wovon einer die symptomatischen Kopfbewegungen von Trichomonadenbefall zeigte. Auch der wurde am nächsten Tag nicht mehr gesichtet.
Sigg
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