Wie ich zum Naturschutz und der Leidenschaft für die Weißstörche gekommen bin.
Seit 1998 wohne ich in einem kleinen Dorf an der Mulde in Kleinbothen bei Grimma und habe seit dem intensiven Kontakt mit der Natur.
Im Juli 2002 hatte ich einen verletzten Jungstorch in der Muldenaue bei Nimbschen aufgefunden und habe mich danach durch verschiedene Kontakte zum aktiven Naturschützer und Ornithologen entwickelt.
Seit 2010 bin ich ehrenamtlich für die Koordinierung und Erfassung des Weißstorchbestandes im ehemaligen Bezirk Leipzig zuständig,
eine Aufgabe der meine ganze Leidenschaft gilt.
2015 haben wir in einer kleinen Gruppe von Weißstorchbetreuern die Webseite "www.Sachsenstorch.de" aufgebaut und bis 2025 betrieben.
Einige Dinge haben leider in letzter Zeit nicht mehr richtig gepasst und so habe ich meine Arbeit. vor allem meinen Berichte unter der Rubrik Aktuelles abgeschlossen, alles hat seine Zeit. Bis dato steht eine mögliche Fortführung der Homepage durch den Nabu noch in den Sternen.
Durch Serra bin ich auf die Seite von Vogel-Portal.de gestoßen.
Die Homepage finde ich ähnlich vielfältig und gut gestaltet wie seinerzeit "World of Animals " von Hartmut Wiedenrodt , der leider schon sehr früh verstorben ist und wo ich auch einen Thread gestaltet hatte.
Also versuche ich es mal hoffentlich interessantes über die Störche in Sachsen und darüber hinaus zu berichten.
Im vergangenen Jahr gab es im Regierungsbezirk Leipzig einen neuen Rekord mit 161 besetzten Storchenhorsten.
Als ich 2010 die Erfassung übernahm ,waren es immer um die 100 besetzte Nester.
Erst in den letzten 4 Jahren ist der Bestand im Bezirk stetig angestiegen wie auch in Sachsen und in weiten Teilen Deutschlands.
In unserem Erfassungsgebiet haben 4 Brutstörche überwintert und ab dem 10. Februar sind die ersten Rückkehrer an Ihren Horsten angekommen. Vorgestern habe ich eine erste Kontrollrunde gemacht und konnte insgesamt 6 Störche entdecken.
In Niedergräfenhain bei Geithain war ein Paar zusammen auf Futtersuche und ich konnte den männlichen Ringstorch der letzten Jahre A7N49 aus Dettelsau vom Jahrgang 2019 identifizieren.
In Geithain an der ehemaligen Mosterei und auf dem Rittergut in Prießnitz stand je ein unberingter Storch allein auf dem Horst.
Auf dem Heimweg kam ich im mittelsächsischen Rochlitz vorbei und konnte das Storchenpaar auf der großen Werkstattesse stehen sehen.
Nach über einer halben Stunde der Reglosigkeit auf je einem Bein stehend kam die Sonne aus den Wolken hervor und die Störche schritten zur Kopulation. Beide Störche waren mit Elsaringen der Vogelwarte Radolfzell beringt und ich konnte Sie als das Paar der letzten beiden Jahre identifizieren.
Beide Störche anfangs auch schon in unserem Gebiet gebrütet und sind dann nach Rochlitz abgewandert.
Das Männchen A1T97 stammt aus Wettelsheim und das Weibchen A9P15 aus Gensingen, beide Störche wurden 2019 nestjung beringt.
Anbei noch eine Karte mit einer Übersicht der Herkunft der über 80 beringten Brutstörche aus unserem Gebiet vom Jahr 2025.
Das soll es für heute gewesen sein.
VG Uwe
Sachsenstörche und noch mehr Störche
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sachsenstorchuwe
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Andreas
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Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
Hallo Uwe,
vielen Dank für Deinen Bericht sowie die Fotos. Ich bin gespannt auf weitere Infos von Dir!
vielen Dank für Deinen Bericht sowie die Fotos. Ich bin gespannt auf weitere Infos von Dir!
VG,
Andreas
Andreas
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BSine
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Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
Lieber Uwe,
das ist ja ein sehr interessanter Überblick über Deine Tätigkeit als Storchenbetreuer in Sachsen, vielen Dank dafür.
Ich habe dazu noch ein paar Fragen. Du hast von 161 Horsten im Regierungsbezirk Leipzig geschrieben. Die 4 Überwinterer und bisherigen Rückkehrer gehören zu diesen Horsten, nehme ich an. Dann erwartet Ihr also noch jede Menge Störche zurück. Liegt die bisherige geringe Rückkehrerzahl darin begründet, dass es sich in erster Linie um Ostzieher handelt ? Gibt es Webcams zu einigen Horsten, über die man die sächsischen Störche beobachten kann ? Sind auch besenderte Störche darunter ?
Sehr erfreulich finde ich ( sofern meine Annahme stimmt, dass es sich überwiegend um Ostzieher handelt), dass mehrere Störche des Jahrgangs 2019 abgelesen werden konnten. Diese haben dann also schon einige Jahre den Gefahren auf der langen Zugroute getrotzt.
Ich hoffe, dass alle Nester in den nächsten Wochen besetzt werden und würde mich freuen, wenn Du uns hier davon berichten würdest.
Herzliche Grüße ! BSine
das ist ja ein sehr interessanter Überblick über Deine Tätigkeit als Storchenbetreuer in Sachsen, vielen Dank dafür.
Ich habe dazu noch ein paar Fragen. Du hast von 161 Horsten im Regierungsbezirk Leipzig geschrieben. Die 4 Überwinterer und bisherigen Rückkehrer gehören zu diesen Horsten, nehme ich an. Dann erwartet Ihr also noch jede Menge Störche zurück. Liegt die bisherige geringe Rückkehrerzahl darin begründet, dass es sich in erster Linie um Ostzieher handelt ? Gibt es Webcams zu einigen Horsten, über die man die sächsischen Störche beobachten kann ? Sind auch besenderte Störche darunter ?
Sehr erfreulich finde ich ( sofern meine Annahme stimmt, dass es sich überwiegend um Ostzieher handelt), dass mehrere Störche des Jahrgangs 2019 abgelesen werden konnten. Diese haben dann also schon einige Jahre den Gefahren auf der langen Zugroute getrotzt.
Ich hoffe, dass alle Nester in den nächsten Wochen besetzt werden und würde mich freuen, wenn Du uns hier davon berichten würdest.
Herzliche Grüße ! BSine
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sachsenstorchuwe
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- Beiträge: 9
- Registriert: Mo 5. Jan 2026, 21:11
Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
Hallo Andreas , Danke für Deine Nachricht !
Liebe BSine,
Vielen Dank für Deine Fragen.
Bis dato sind ca.30 Störche inclusive der 4 Überwinterer an unseren Horsten bekannt. Der Anteil der Westzieher lag bisher bei rund 20Prozent.
Die meisten unserer bekannten Brutstörche kamen bisher immer erst ab Ende März an, aber der Anteil der Westzieher wird allmählich größer.
Der Altersdurchnitt der beringten Brutstörche (ca. 25 Prozent) lag im vergangenen Jahr bei 7,5 Jahre, in den Jahren zuvor über 8 Jahre.
2024 ist der älteste bekannte sächsische Brutstorch, ein ehemaliger Pflegestorch aus dem Zoo Nürnberg im Alter von 28 Jahren an Altersschwäche in Süptitz bei Torgau in Horstnähe gestorben. Er hatte 25 Jahre auf einer kleinen Werkstattesse mit vermutlich mehreren unberingten Partnerinnen gebrütet und insgesamt über 40 Junge erfolgreich zum Ausfliegen gebracht. Einer der letzten beringten Nachkommen, ein Weibchen brütet seit 3 Jahren in Neustadt in Sachsen südöstlich von Dresden, ein Nachkomme der 3. Generation in Trebitz südlich von Wittenberg.
Unser derzeit ältester Brutstorch ist im 21. Lebensjahr und hält sich immer noch a n seinem Überwinterungsgebiet an den Frohburger Teichen auf.
Am Brutplatz der vergangenen Jahre in Syhra konnte ich heute ein unberingtes Paar bei der Kopulation feststellen.
Ein ebenfalls schon betagtes und sehr erfolgreich reproduzierendes Weibchen welches aus unserem Gebiet stammt ,konnte ich heute in Mosel auf dem Horst wiedersehen , den ich vor einigen Jahren mit einer neuen Nestkonstruktion ausstatten durfte .(Foto) Die Störchin wurde 2006 in Prießnitz vom legendären Geithainer Storchenvater Herbert Bauer und unserem dienstältesten Storchenberinger Dietmar Heyder mit dem schwarzen Elsaring versehen.
Senderstörche welche bei uns brüten haben wir leider keine . Von 2015 -2018 hat die Loburger Loggerstörchin "Gili" eine Langstreckenzieherin ,welche immer bis Südafrika zum Cap gezogen war in Melpitz bei Torgau erfolgreich gebrütet.
Auf sachsenstorch .de unter aktuelles habe ich darüber berichtet.(Archiv)
In unserem Erfassungsgebiet gibt es einige Horste mit Webcams welche auf der Otterwischer Storchennestseite oder bei Storchenelke eingestellt sind.
Thräna,Bubendorf,Falkenhain,Großbardau,Kühren,Plaussig,Trebsen,Frohburg,Prießnitz Auto- Körner und auch interne Webcams fallen mir da ein.
Manche sind aber derzeit noch nicht online.
Wie gesagt der Großteil unserer Population kommt erst in einigen Wochen hoffentlich gesund und munter bei uns an.
Jeden Tag kommen neue Informationen und wir versuchen im Team aktuell die Ankömmlinge auf mögliche Beringung zu kontrollieren.
Am Freitag abend kamen nach Info von Klaus Döge in Otterwisch 3 Störche an welche auch im Ort nächtigten, aber nur einer blieb auf dem Nest auf der Kirche. Einer der Begleiter stammte vermutlich aus Schweden was ich von den 4 schmalen farbigen Zusatzringen und dem Elsaring am anderen Bein erkennen konnte. Leider waren die Kennringe bisher nicht deutlich zu erkennen und die beiden Störche waren Samstag vormittag nicht mehr auffindbar. Siehe das Foto vom Video von Klaus.
Jetzt ist die spannnendste Zeit und wir bleiben gespannt.
VG Uwe
Liebe BSine,
Vielen Dank für Deine Fragen.
Bis dato sind ca.30 Störche inclusive der 4 Überwinterer an unseren Horsten bekannt. Der Anteil der Westzieher lag bisher bei rund 20Prozent.
Die meisten unserer bekannten Brutstörche kamen bisher immer erst ab Ende März an, aber der Anteil der Westzieher wird allmählich größer.
Der Altersdurchnitt der beringten Brutstörche (ca. 25 Prozent) lag im vergangenen Jahr bei 7,5 Jahre, in den Jahren zuvor über 8 Jahre.
2024 ist der älteste bekannte sächsische Brutstorch, ein ehemaliger Pflegestorch aus dem Zoo Nürnberg im Alter von 28 Jahren an Altersschwäche in Süptitz bei Torgau in Horstnähe gestorben. Er hatte 25 Jahre auf einer kleinen Werkstattesse mit vermutlich mehreren unberingten Partnerinnen gebrütet und insgesamt über 40 Junge erfolgreich zum Ausfliegen gebracht. Einer der letzten beringten Nachkommen, ein Weibchen brütet seit 3 Jahren in Neustadt in Sachsen südöstlich von Dresden, ein Nachkomme der 3. Generation in Trebitz südlich von Wittenberg.
Unser derzeit ältester Brutstorch ist im 21. Lebensjahr und hält sich immer noch a n seinem Überwinterungsgebiet an den Frohburger Teichen auf.
Am Brutplatz der vergangenen Jahre in Syhra konnte ich heute ein unberingtes Paar bei der Kopulation feststellen.
Ein ebenfalls schon betagtes und sehr erfolgreich reproduzierendes Weibchen welches aus unserem Gebiet stammt ,konnte ich heute in Mosel auf dem Horst wiedersehen , den ich vor einigen Jahren mit einer neuen Nestkonstruktion ausstatten durfte .(Foto) Die Störchin wurde 2006 in Prießnitz vom legendären Geithainer Storchenvater Herbert Bauer und unserem dienstältesten Storchenberinger Dietmar Heyder mit dem schwarzen Elsaring versehen.
Senderstörche welche bei uns brüten haben wir leider keine . Von 2015 -2018 hat die Loburger Loggerstörchin "Gili" eine Langstreckenzieherin ,welche immer bis Südafrika zum Cap gezogen war in Melpitz bei Torgau erfolgreich gebrütet.
Auf sachsenstorch .de unter aktuelles habe ich darüber berichtet.(Archiv)
In unserem Erfassungsgebiet gibt es einige Horste mit Webcams welche auf der Otterwischer Storchennestseite oder bei Storchenelke eingestellt sind.
Thräna,Bubendorf,Falkenhain,Großbardau,Kühren,Plaussig,Trebsen,Frohburg,Prießnitz Auto- Körner und auch interne Webcams fallen mir da ein.
Manche sind aber derzeit noch nicht online.
Wie gesagt der Großteil unserer Population kommt erst in einigen Wochen hoffentlich gesund und munter bei uns an.
Jeden Tag kommen neue Informationen und wir versuchen im Team aktuell die Ankömmlinge auf mögliche Beringung zu kontrollieren.
Am Freitag abend kamen nach Info von Klaus Döge in Otterwisch 3 Störche an welche auch im Ort nächtigten, aber nur einer blieb auf dem Nest auf der Kirche. Einer der Begleiter stammte vermutlich aus Schweden was ich von den 4 schmalen farbigen Zusatzringen und dem Elsaring am anderen Bein erkennen konnte. Leider waren die Kennringe bisher nicht deutlich zu erkennen und die beiden Störche waren Samstag vormittag nicht mehr auffindbar. Siehe das Foto vom Video von Klaus.
Jetzt ist die spannnendste Zeit und wir bleiben gespannt.
VG Uwe
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BSine
- Silbermöwe
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- Registriert: Sa 5. Okt 2024, 13:30
Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
Lieber Uwe,
vielen Dank für die prompte Rückmeldung ! Da hier in diesem Forum die östlichen Brutgebiete der deutschen Störche bisher einen eher kleineren Raum eingenommen haben, lernen wir durch Deine Erfahrungsberichte eine Menge dazu.
Die Störche, die in Eurem Erhebungsgebiet bereits zurückgekehrt sind, könnten überwiegend Winterstörche sein. Ist diese Annahme richtig ? Und dann überwintern sie wahrscheinlich an den Frohburger Teichen ? Das wird dann wohl ein Gebiet vergleichbar mit den Büttelborner Bruchwiesen sein.
Die ältere Störchin aus Mosel, die Du abgelichtet hast, ist offensichtlich schon mit Partner vor Ort. Handelt es sich dabei um ihren langjährigen Partner, und wie lange brütet sie schon auf dem Horst in Mosel ? Das Nest sieht etwas seitlich „verrutscht“ aus, aber das ist sicher nur der Foto - Eindruck.
Ich wünsche Euch, dass möglichst alle der Euch bekannten Störche nach und nach gesund wieder eintreffen und bin gespannt, was Du dann berichten wirst.
Herzliche Grüße ! BSine
vielen Dank für die prompte Rückmeldung ! Da hier in diesem Forum die östlichen Brutgebiete der deutschen Störche bisher einen eher kleineren Raum eingenommen haben, lernen wir durch Deine Erfahrungsberichte eine Menge dazu.
Die Störche, die in Eurem Erhebungsgebiet bereits zurückgekehrt sind, könnten überwiegend Winterstörche sein. Ist diese Annahme richtig ? Und dann überwintern sie wahrscheinlich an den Frohburger Teichen ? Das wird dann wohl ein Gebiet vergleichbar mit den Büttelborner Bruchwiesen sein.
Die ältere Störchin aus Mosel, die Du abgelichtet hast, ist offensichtlich schon mit Partner vor Ort. Handelt es sich dabei um ihren langjährigen Partner, und wie lange brütet sie schon auf dem Horst in Mosel ? Das Nest sieht etwas seitlich „verrutscht“ aus, aber das ist sicher nur der Foto - Eindruck.
Ich wünsche Euch, dass möglichst alle der Euch bekannten Störche nach und nach gesund wieder eintreffen und bin gespannt, was Du dann berichten wirst.
Herzliche Grüße ! BSine
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sachsenstorchuwe
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- Beiträge: 9
- Registriert: Mo 5. Jan 2026, 21:11
Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
Liebe BSine, vielen Dank für Deine Antwort und deine Fragen.
An den Frohburger Teichen hat in den letzten 5 Jahren immer nur unser Nestor H3871 überwintert der in diesem Jahr 21 Jahre alt wird und er hält sich immer noch dort auf während sein Horst in Syhra bei Geithain schon von einem unberingten Paar besetzt ist . Bis vor 3 Jahren war er der einzige bekannte Überwinterer in unseren Breiten. Es wird interessant ,ob er den neuen Anwärter auf das Nest auf dem alten Mostereischornstein vertreiben wird .
Die beringten Ankömmlinge welche jetzt schon angekommen sind werden überwiegend Westzieher sein welche vermutlich in Spanien überwintern. Die Roitzschjoraer Brutstörchin A5901 (Mingolsheim 2006) und die Schkeuditzer Brutstörchin 5T519 aus Biebesheim sind tatsächlich schon mehrmals in den vergangenen Jahren in Büttelborn abgelesen worden.
Die Moseler Störchin aus Prießnitz 2008 stammend ist schon mehrmals in Almagro südlich von Madrid abgelesen worden und hat 2013 den Horst in Mosel bei Zwickau auf einer alten Spinnereifabrikesse begründet und das Nest auf einer Ecke des Schornsteines mit einem unberingten Partner gebaut.
Am 19.Januar 2018, einen Tag nach Sturm "Herwart" stand der Termin der Abtragung und des Neubaues und ich war mit dem Vorhaben von der Naturschutzbehörde aus Zwickau beauftragt worden. Ich hatte die Konstruktion der Horstunterlage nur anhand von Fotos und der Ziegelbreite anfertigen können und einige schlaflose Nächte ob alles passen wird. Am Ende hat alles gepasst und das Storchenpaar brütete seitdem jedes Jahr mit gutem Erfolg , hat aber das Nest wieder auf die Ecke wie zuvor ausgebaut .
Für heute sage ich gute Nacht und bis die Tage
Uwe
An den Frohburger Teichen hat in den letzten 5 Jahren immer nur unser Nestor H3871 überwintert der in diesem Jahr 21 Jahre alt wird und er hält sich immer noch dort auf während sein Horst in Syhra bei Geithain schon von einem unberingten Paar besetzt ist . Bis vor 3 Jahren war er der einzige bekannte Überwinterer in unseren Breiten. Es wird interessant ,ob er den neuen Anwärter auf das Nest auf dem alten Mostereischornstein vertreiben wird .
Die beringten Ankömmlinge welche jetzt schon angekommen sind werden überwiegend Westzieher sein welche vermutlich in Spanien überwintern. Die Roitzschjoraer Brutstörchin A5901 (Mingolsheim 2006) und die Schkeuditzer Brutstörchin 5T519 aus Biebesheim sind tatsächlich schon mehrmals in den vergangenen Jahren in Büttelborn abgelesen worden.
Die Moseler Störchin aus Prießnitz 2008 stammend ist schon mehrmals in Almagro südlich von Madrid abgelesen worden und hat 2013 den Horst in Mosel bei Zwickau auf einer alten Spinnereifabrikesse begründet und das Nest auf einer Ecke des Schornsteines mit einem unberingten Partner gebaut.
Am 19.Januar 2018, einen Tag nach Sturm "Herwart" stand der Termin der Abtragung und des Neubaues und ich war mit dem Vorhaben von der Naturschutzbehörde aus Zwickau beauftragt worden. Ich hatte die Konstruktion der Horstunterlage nur anhand von Fotos und der Ziegelbreite anfertigen können und einige schlaflose Nächte ob alles passen wird. Am Ende hat alles gepasst und das Storchenpaar brütete seitdem jedes Jahr mit gutem Erfolg , hat aber das Nest wieder auf die Ecke wie zuvor ausgebaut .
Für heute sage ich gute Nacht und bis die Tage
Uwe
-
Mathias
- Silbermöwe
- Beiträge: 693
- Registriert: Mo 5. Aug 2024, 14:39
Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
Lieber Uwe!
Auch wenn ich jetzt mit starker zeitlichen Verzögerung erst auf Deinen tollen Input hier reagiere, nach der Devise 'Lieber spät als nie' möchte ich Dir ganz herzlichen Dank sagen, für so viele Informationen und Bilder! Ich habe Deine bisherigen Texte mit sehr großem Interesse gelesen!
Dank auch dafür, dass wir an Deinen Erfahrungen teilhaben dürfen!
Herzliche Grüße,
Mathias
Auch wenn ich jetzt mit starker zeitlichen Verzögerung erst auf Deinen tollen Input hier reagiere, nach der Devise 'Lieber spät als nie' möchte ich Dir ganz herzlichen Dank sagen, für so viele Informationen und Bilder! Ich habe Deine bisherigen Texte mit sehr großem Interesse gelesen!
Dank auch dafür, dass wir an Deinen Erfahrungen teilhaben dürfen!
Herzliche Grüße,
Mathias
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sachsenstorchuwe
- Küken
- Beiträge: 9
- Registriert: Mo 5. Jan 2026, 21:11
Re: Sachsenstörche und noch mehr Störche
...etwas verspätet noch vielen Dank für die lobende Anwort an Matthias !
Die Rückkehr der Störche in unsere Region vollzieht sich in diesem Jahr gefühlt sehr langsam.
Nach dem jetzigen Wissensstand sind bis dato rund 60 Störche ,davon ca. 20 Paare an den 161 Standorten vom Vorjahr bekannt geworden.
Bisher sind darunter knapp 20 beringte Störche von 85 vom Vorjahr.
Heute Abend standen laut Webcam in Mügeln zwei Störche auf dem Nest auf der ehemaligen Variaesse.(Screenshot von Webcam)
Der größere Elsaberingte Storch ist mit hoher Sicherheit DER ACL73 "Bodo vom Bodensee" aus Gebroth vom Jahrgang 2023, so nannten die Mügelner Storchenfreunde das neue Männchen vom Vorjahr. Anstelle des unberingten Weibchens vom Vorjahr ist jetzt vorerst ein Storch mit einem schmalen Fußring auf dem Horst zu sehen, der natürlich schwer abzulesen sein wird.
In Sprotta bei Eilenburg konnte ich heute unseren französischen Ringstorch aus Fribourg 2018 mit einer unberingten Partnerein wiedersehen.
(Foto)
Zur jetzigen Ankunftszeit bietet sich oft die Möglichkeit die Vögel in den Vormittagsstunden zusammen auf dem Nest zu sehen, allerdings ist das auch mitunter Glückssache.
In Dewitz bei Taucha war heute Mittag längere Zeit nur ein unberingter Storch auf dem Schornsteinnest zu sehen obwohl der 2.auch schon da sein soll.
In Thräna ist das angestammte Weibchen bisher nicht zurück gekommen und eine unberingte Störchin hat derweil Ihren Platz eingenommen.
Zur großen Freude von Jörg Spörl hat sich heute ein zweites ebenfalls unberingtes Paar auf dem Turmnest eingemietet und wurde bisher vom Platzhalter geduldet.
Ob Sie bleiben werden ?
In den nächsten Tagen wissen wir mehr.
Vorerst gute Nacht sagt Uwe
Die Rückkehr der Störche in unsere Region vollzieht sich in diesem Jahr gefühlt sehr langsam.
Nach dem jetzigen Wissensstand sind bis dato rund 60 Störche ,davon ca. 20 Paare an den 161 Standorten vom Vorjahr bekannt geworden.
Bisher sind darunter knapp 20 beringte Störche von 85 vom Vorjahr.
Heute Abend standen laut Webcam in Mügeln zwei Störche auf dem Nest auf der ehemaligen Variaesse.(Screenshot von Webcam)
Der größere Elsaberingte Storch ist mit hoher Sicherheit DER ACL73 "Bodo vom Bodensee" aus Gebroth vom Jahrgang 2023, so nannten die Mügelner Storchenfreunde das neue Männchen vom Vorjahr. Anstelle des unberingten Weibchens vom Vorjahr ist jetzt vorerst ein Storch mit einem schmalen Fußring auf dem Horst zu sehen, der natürlich schwer abzulesen sein wird.
In Sprotta bei Eilenburg konnte ich heute unseren französischen Ringstorch aus Fribourg 2018 mit einer unberingten Partnerein wiedersehen.
(Foto)
Zur jetzigen Ankunftszeit bietet sich oft die Möglichkeit die Vögel in den Vormittagsstunden zusammen auf dem Nest zu sehen, allerdings ist das auch mitunter Glückssache.
In Dewitz bei Taucha war heute Mittag längere Zeit nur ein unberingter Storch auf dem Schornsteinnest zu sehen obwohl der 2.auch schon da sein soll.
In Thräna ist das angestammte Weibchen bisher nicht zurück gekommen und eine unberingte Störchin hat derweil Ihren Platz eingenommen.
Zur großen Freude von Jörg Spörl hat sich heute ein zweites ebenfalls unberingtes Paar auf dem Turmnest eingemietet und wurde bisher vom Platzhalter geduldet.
Ob Sie bleiben werden ?
In den nächsten Tagen wissen wir mehr.
Vorerst gute Nacht sagt Uwe
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